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Enerige & Management > Klimaschutz - Neue Klima- und Energiepartnerschaft mit den USA unterzeichnet
Quelle: Shutterstock / J-UK
KLIMASCHUTZ:
Neue Klima- und Energiepartnerschaft mit den USA unterzeichnet
Deutschland und die USA haben am Rande des G7-Treffens in Berlin eine engere Zusammenarbeit bei Energie und Klimaschutz vereinbart.
 
Vertreter der USA und Deutschlands haben am 27. Mai in Berlin eine Erklärung zu einer neuen Klima- und Energiepartnerschaft unterzeichnet. Solche Partnerschaften, die Deutschland auch mit vielen anderen Ländern habe, seien ein wichtiges Instrument, um den Klimaschutz ganz konkret voranzubringen, kommentierte Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne). Beide Länder wollten mit ihrer Zusammenarbeit andere Länder dazu ermutigen, ebenfalls die Chancen der Energiewende zu nutzen.

Demnach sollen deutsch-amerikanische Experten-Arbeitsgruppen in den Bereichen Windenergie-Sektors auf See, Wasserstoff, CO2-freier Verkehr sowie die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern kooperieren. Der US-Klimabeauftragte John Kerry lobte Deutschland bei der Unterzeichnung: „Es war ein Land, das anfing und das Risiko erheblicher Investitionen in erneuerbare Energien einging − lange bevor das in Mode oder auch nur wirtschaftlich war“, sagte er.

Wasserstoff-Zertifizierung in Arbeit

Die USA sind derzeit der weltweit zweitgrößte Wasserstoffproduzent und -verbraucher und unterhalten mehr als die Hälfte der weltweit installierten Pipelines. Im Juni findet ein gemeinsamer Workshop zur Wasserstoff-Zertifizierung statt, im April fand bereits eine virtuelle Expertenreise für US-Teilnehmer nach Deutschland statt.

Die Vereinbarung stützt sich auf eine Zusammenarbeit, die die damalige Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Joe Biden bereits im vergangenen Sommer ins Leben gerufen hatten. Die Erklärung wurde am Rande des G7-Treffens der Minister für Umwelt, Klimaschutz und Energie in Berlin unterzeichnet. Deutschland führt derzeit den Vorsitz der Staatengruppe, zu der auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien gehören.

Regelmäßige Treffen vereinbart

Der Vorsitz der Klima- und Energiepartnerschaft (KEP) wird auf US-Seite gemeinsam vom Sondergesandten des Präsidenten für das Klima John Kerry, Außenminister Antony Blinken und der Ministerin für Energie Jennifer Granholm geführt, auf deutscher Seite vom Bundeswirtschaftsminister Habeck und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

Das deutsche Bundesumweltministerium sowie andere Ministerien oder Dienststellen werden ebenfalls beteiligt. Es ist vorgesehen, dass im Rahmen der KEP ein- bis zweijährlich Treffen auf Ministerebene stattfinden. Dazwischen soll dreimal pro Jahr eine hochrangige deutsch-amerikanische Steuerungsgruppe tagen.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Freitag, 27.05.2022, 12:34 Uhr

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