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Enerige & Management > Intersolar - Neue Geschäftsideen im Fokus
Bild: Intersolar Europe 2014/Solar Promotion GmbH
INTERSOLAR:
Neue Geschäftsideen im Fokus
Auf der diesjährigen Intersolar Europe in München vom 10. bis 12. Juni werden in diesem Jahr unter anderem neue Finanzierungs- und Erlösmodelle einen Themenschwerpunkt bilden. Parallel läuft zum zweiten Mal die Fachmesse für Batterien – die ees Europe.
 
Bisher sind knapp 1 100 Aussteller für die Intersolar in München gemeldet, über 300 präsentieren Batterie- und Energiespeichertechnik. Im vergangenen Jahr waren es rund 1 140 Aussteller aus 48 Ländern. Zu diesen gehörten 250 in dem Bereich Speichertechnologien. Ein Jahr zuvor verzeichnete die Messe 1 330 Aussteller, 2012 waren es noch 1 909. Die Ausstellerzahl der Intersolar Europe hat sich insgesamt im Zeitraum von 2011 bis 2014 von 2 200 auf etwa 1 100 halbiert.

Die Konsolidierungswelle ist damit auch an dieser Messe nicht vorbeigegangen. Als Spiegel der Branche hat sie sich in den vergangenen Jahren daher thematisch breiter aufgestellt: In den Messehallen können sich Besucher mittlerweile auch über Smart-Home-Lösungen, Energiespeicherung, Netzintegration, intelligentes Energiemanagement, regenerative Wärme oder Eigenverbrauchskonzepte informieren.

Wärme- und Speicherlösungen auf der Intersolar Europe

Laut Informationen des Veranstalters Solar Promotion wird unter anderem parallel zur Messe erstmals das Industrieforum Pellets und die ENplus-Konferenz in München stattfinden. Auf der Intersolar wird es auch wieder den Themenbereich Regenerative Wärme geben: Dort zeigen Aussteller ihre Hackschnitzel- und Pelletheizungen, Mini-Blockheizkraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie Wärmepumpen.

Parallel zur Intersolar Europe wird außerdem zum zweiten Mal die Fachmesse electrical energy storage (ees) in München stattfinden, die sich der Batterie- und Energiespeichertechnik widmet. Zahlreiche Aussteller werden laut Solar Promotion die gesamte Wertschöpfungskette von einzelnen Komponenten über die Fertigung bis hin zur konkreten Anwendersituation abdecken.

Die Solarbranche in Europa kämpft zwar nach wie vor in schwerem Fahrwasser. Die Nachfrage nach Solarstrom weltweit wird insgesamt aber weiter wachsen, wie aus Berechnungen der Deutschen Bank hervorgeht. Der Analyse zufolge wird die Erzeugung von Solarenergie immer wirtschaftlicher. Solarmodule sollen demnach in den nächsten vier bis fünf Jahren um 40 Prozent billiger werden. Schon in drei Jahren könnte laut dem 2015 Solar Outlook der Deutschen Bank in bis zu 80 Prozent der Märkte weltweit Netzparität erreicht sein. Ähnliches für Speicher: Die International Battery & Energy Storage Alliance (IBESA) erwartet zum Beispiel bis 2020 in Deutschland jährlich ein durchschnittliches Wachstum von 31 Prozent bei PV-Speicherinstallationen.

Neue Erlösmodelle für Versorger

Zugleich neigt sich die Zeit der Einspeisevergütungen dem Ende zu: Neue Finanzierungs- und Erlösmodelle sind deshalb eines der Themenschwerpunkte auf der begleitenden Intersolar Europe Conference, die am 9. und 10. Juni im ICM – Internationales Congress Center München stattfindet. Diskutiert wird hier unter anderem, wie lokale Energieversorger gemeinsam mit Projektentwicklern und Finanzinstituten künftig Photovoltaikprojekte umsetzen können.

In Deutschland beispielsweise zahlen private Verbraucher nach Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft durchschnittlich 29,13 Ct/kWh, während die Gestehungskosten für Solarstrom vom eigenen Dach bei zehn bis 15 Cent liegen. Dadurch werde der Eigenverbrauch noch attraktiver werden.

Auch der Bundesverband Solarwirtschaft wird wieder Workshops anbieten, zum Beispiel zu den Themen Solarpark-Auktionen, PV-Eigenversorgungsmodelle, das neue Energie Label für Solarthermieanlagen und das Recycling von PV-Anlagen und Batterien.

Weitere Informationen zur Messe finden Sie unter intersolar.de   sowie unter ees-europe.com   .
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Montag, 08.06.2015, 10:31 Uhr

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