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Enerige & Management > Personalie - Neue Chefs bei AKW-Betreiber Preussen Elektra
Quelle: Shutterstock / Jirsak
PERSONALIE:
Neue Chefs bei AKW-Betreiber Preussen Elektra
Personal-Rochade bei Preussen Elektra: Peter Schwarz übernimmt die Leitung des stillgelegten Kernkraftwerks Grohnde von Michael Bongartz. Der wechselt in die Konzerngeschäftsführung.
 
Michael Bongartz verantwortet nun bei der Eon-Tochter Preussen Elektra in Hannover den Bereich Stilllegung und Rückbau, der bisher vom Vorstandsvorsitzenden Guido Knott geleitet wurde. Die größten Herausforderungen der kommenden Jahre sieht Bongartz für sein Ressort darin, einerseits die richtige Balance zwischen Standardisierung und Zentralisierung der Stilllegungs- und Rückbauprozesse zu finden und andererseits die Flexibilität der Projekte an den Kraftwerksstandorten zu erhalten. „Eine ständige Herausforderung wird dabei auch die Digitalisierung sein sowie natürlich, die unterschiedlichen Anforderungen der Bundesländer zu bewältigen“, erklärte Bongartz in einer Mitteilung des AKW-Betreibers. Laut Preussen-Elektra-Chef Knott wandelt sich das Unternehmen "vom Stromproduzenten zum reinen Rückbauunternehmen“.
 
Wechselt in die Konzerngeschäftsführung: Michael Bongartz
Quelle: Preussen Elektra

Bongartz hat Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Reaktorsicherheit und -technik studiert sowie eine Ausbildung als Schichtleiter im Kernkraftwerk Grohnde absolviert. Sein beruflicher Werdegang war geprägt von zahlreichen Stationen und Wechseln zwischen Führungsfunktionen im Kraftwerk und in der damaligen Eon-Kernkraft-Zentrale. Seit 2015 war er Kraftwerksleiter in Grohnde.

Diesen Job übernimmt jetzt Peter Schwarz, der bereits seit 2009 Stellvertreter ist. Schwarz arbeitete nach dem Studium der Elektrischen Energietechnik viele Jahre beim Siemens-Konzern, bevor er in verschiedene leitende Positionen im Kernkraftwerk Grohnde kam.
 
Steigt vom Stellvertreter zum Kraftwerksleiter in Grohnde auf: Peter Schwarz
Quelle: Preussen Elektra

Preussen Elektra betreibt in Deutschland noch bis zum Jahresende das Kernkraftwerk Isar 2 (Bayern). Die Meiler Brokdorf (Schleswig-Holstein) und Grohnde (Niedersachsen) waren Ende 2021 abgeschaltet worden. Die 2011 stillgelegten Anlagen Isar 1 (Bayern) und Unterweser (Niedersachsen) befinden sich im Rückbau, ebenso wie das 2015 abgeschaltete Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (Bayern). Die Demontage in Stade (Niedersachsen) ist weit fortgeschritten und die des Meilers in Würgassen (Nordrhein-Westfalen) bereits abgeschlossen. Alle anderen Anlagen sollen bis 2040 zurückgebaut sein.

 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Freitag, 01.04.2022, 14:19 Uhr

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