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Enerige & Management > Effizienz - Netzwerke beschleunigen kommunale Projekte
Bild: Fotolia.com, Photo-K
EFFIZIENZ:
Netzwerke beschleunigen kommunale Projekte
Ein kommunales Energieeffizienznetzwerk aus dem nördlichen Bayern hat nach drei Jahren „netzwerken“ ein erstes Fazit gezogen.
 
„Wir sind froh, dass wir in einem Netzwerk sind. Viele Projekte lassen sich um ein vielfaches leichter umsetzen“, sagte zum Beispiel Jürgen Blechschmidt von der „Unabhängigen Energieberatungsagentur des Landkreises Nürnberger Land“ beim Abschlusstreffen der dreijährigen Förderphase. Das liegt laut Blechschmidt zum einen an der Beratung, aber auch daran, dass sich Kommunen untereinander offen austauschen können.

Die Ausschreibung des Netzwerks erfolgte im September 2015 im Rahmen des Förderprogramms „Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerke von Kommunen“ des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (Nape), und wurde im Dezember 2015 mit knapp 430 000 Euro als eines der ersten Projekte dieser Art in Deutschland vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) bezuschusst. Beraten werden die kommunalen Netzwerkteilnehmer vom Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.

In den vergangenen drei Jahren sind so in den zwölf teilnehmenden Kommunen und Landkreisen mehr als 40 Projekte angestoßen worden. Für Christian Kropf vom Landratsamt Tirschenreuth waren die drei Jahre ebenfalls erfolgreich: „Wir haben viele kleine Maßnahmen schnell und effizient umsetzen können, zum Beispiel Mitarbeiterschulungen.“ Zudem sei mithilfe von Mitarbeitern des IfE geprüft worden, wie Schulen im Landkreis am wirtschaftlichsten saniert werden können. Bei zwei Schulen habe man sich nun für Neubauten entschieden – da energetisch effizienter und zudem wirtschaftlicher für den Landkreis.

Netzwerk wird fortgesetzt

Jeder Landkreis und Netzwerkteilnehmer hat sich seine individuellen Projekte - pro Landkreis ein bis fünf - gesucht und begonnen umzusetzen. Dazu zählen beispielsweise die Prüfung von Wartungsverträgen, die Optimierung von BHKW-Anlagen oder die energetische Sanierung von kommunalen Liegenschaften, der Ausbau kommunaler Nahwärmenetze, die Optimierung von Kläranlagen oder auch die Erstellung eines Leuchtkonzeptes wie im Landkreis Schwandorf. Die Stadt Straubing hat unter anderem Energiekonzepte für sein Eisstadion sowie des Tierparks erstellt.

Aber auch die Erkenntnis, wenn etwas keinen Sinn macht, war für manchen Netzwerkteilnehmer wichtig, so ein weiteres Fazit. „Wenn Dinge nicht wirtschaftlich sind, muss das auch klar kommuniziert werden“, sagt Markus Brautsch, Professor und IfE-Geschäftsführer.

Obwohl die durch das Bafa geförderte Netzwerklaufzeit nach nun drei Jahren ausläuft, werden die Teilnehmer weitermachen und sich weiterhin treffen, um sich über Projekte auszutauschen, Erfahrungsberichte zu teilen und vom IfE zu aktuellen Förderprogrammen informiert zu werden. Die energietechnische Beratung wird künftig über individuelle Förderprogramme, wie beispielsweise die Kommunalrichtlinie abgewickelt.

Folgende Gemeinden sind im Netzwerk aktiv: Landkreis Bamberg, Landkreis Forchheim, Landkreis Haßberge, Landkreis Nürnberger Land, Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Landkreis Roth, Landkreis Schwandorf, Landkreis Tirschenreuth, Stadt Amberg, Stadt Neumarkt, Stadt Straubing sowie Stadt Würzburg.
 
Beim Netzwerktreffen in Amberg
Bild: IfE

 
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Freitag, 21.12.2018, 14:33 Uhr

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