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Energie & Management > Stromnetz - Netzwerk rückt sichere Energieversorgung in den Fokus
Voraussetzung für Dekarbonisierung und sichere Versorgung: Der Ausbau der Stromnetze. Quelle: E&M / Günter Drewnitzky
Stromnetz

Netzwerk rückt sichere Energieversorgung in den Fokus

Stromnetzbetreiber und große Verbraucher haben sich zum „Netzwerk Infrastruktur Rhein-Main“ zusammengeschlossen. Damit soll der Ausbau der Energieinfrastruktur unterstützt werden.
Das Netzwerk soll, wie es in einer Mitteilung der Initiative heißt, Plattform sein für einen konstruktiven Dialog mit der kommunalen Politik und Verwaltung über den Ausbau wichtiger Infrastruktur in der Rhein-Main-Region. Ziel ist es, Akteure zusammenzubringen, technische und wirtschaftliche Hintergründe in der Öffentlichkeit zu vermitteln sowie Verbesserungsvorschläge in die öffentliche Diskussion einzubringen. "Der Ausbau der Energieinfrastruktur ist ein gesamtgesellschaftlicher Kraftakt, den wir nur gemeinsam schaffen werden", erklärte dazu Hans-Jürgen Brick, CEO von Amprion.

Wichtig sei der Blick auf das Gesamtsystem, so Brick. Das Netzwerk vereine daher sowohl Stromnetzbetreiber als auch Energieverbraucher. Weiter wies er auf den erheblich steigenden Energiebedarf in der Region hin, den die Dekarbonisierung und Elektrifizierung der Industrie und der Digitalwirtschaft mit ihren Rechenzentren haben wird. Es wird damit gerechnet, dass sich der Stromverbrauch in Hessen bis 2045 von heute rund 40 Milliarden kWh auf mehr als 90 Milliarden kWh mehr als verdoppelt. Das bedeutet, dass Übertragungs- und Verteilnetze in erheblichem Umfang ausgegebaut werden müssen.

Zusätzliche Infrastrukturkapazitäten erforderlich

"Der Ausbau der Verteilnetze ist eine zwingende Voraussetzung dafür, dass wir als Gesellschaft unsere Klimaziele erreichen, aber gleichzeitig auch die Chancen für unseren Wirtschaftsstandort nutzen. Wir brauchen zusätzliche Netzkapazitäten und dafür erforderliche Infrastrukturen", betonte Markus Coenen, Vorstand der Süwag.

Zu den großen Energieverbrauchern der Rhein-Main-Region gehört der Industriepark Höchst, Standort von mehr als 90 forschenden und produzierenden Chemie- und Pharmaunternehmen, die rund 22.000 Menschen beschäftigen. Damit auf dem 4,6 Quadratkilometer großen Areal Medikamente, Lebensmittelzusatzstoffe, Hochleistungskunststoffe oder Pflanzenschutzmittel hergestellt werden können, versorgt die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst die Firmen mit Strom und Wärme, die für den Betrieb von Anlagen mit Prozessdampf erforderlich sind. Benötigt werden nach Angaben von Netzwerk Infrastruktur Rhein-Main pro Jahr rund 3,5 Milliarden kWh Dampf und 2 Milliarden kWh elektrische Energie.

"Wir können und wollen die Dekarbonisierung der Energieversorgung des Industrieparks vorantreiben, doch das lässt sich nur realisieren, wenn die Kapazitäten der überörtlichen Versorgungsinfrastruktur deutlich erweitert werden", erläuterte Joachim Kreysing, Geschäftsführer von Infraserv Höchst. Aus seiner Sicht sind der Ausbau der Stromtrassen und die Anbindung des Standorts an ein nationales Wasserstoff-Versorgungsnetz von großer Bedeutung.
 

Kreysing wünscht sich dabei ein zügiges und verlässliches Vorgehen auf den verschiedenen Entscheidungsebenen: "Im Industriepark Höchst wie auch an anderen Chemie-Produktionsstandorten brauchen die überwiegend global agierenden Unternehmen neben einer zuverlässigen Energieversorgung vor allem langfristige Planungssicherheit, die für Investitionsentscheidungen erfolgskritisch ist."

Die Akteure im Netzwerk

Zum Netzwerk Infrastruktur Rhein-Main gehören Amprion, DB Energie, eco - Verband der Internetwirtschaft, Fraport, Infraserv, Syna und Tennet. Das Netzwerk konzentriert sich derzeit vor allem auf die Energieinfrastruktur. Es organisiert regelmäßig Veranstaltungen und besucht "besondere Orte der Energie", an denen sich Herausforderungen und Lösungen der Energieversorgung zeigen.

Freitag, 28.04.2023, 14:00 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Stromnetz - Netzwerk rückt sichere Energieversorgung in den Fokus
Voraussetzung für Dekarbonisierung und sichere Versorgung: Der Ausbau der Stromnetze. Quelle: E&M / Günter Drewnitzky
Stromnetz
Netzwerk rückt sichere Energieversorgung in den Fokus
Stromnetzbetreiber und große Verbraucher haben sich zum „Netzwerk Infrastruktur Rhein-Main“ zusammengeschlossen. Damit soll der Ausbau der Energieinfrastruktur unterstützt werden.
Das Netzwerk soll, wie es in einer Mitteilung der Initiative heißt, Plattform sein für einen konstruktiven Dialog mit der kommunalen Politik und Verwaltung über den Ausbau wichtiger Infrastruktur in der Rhein-Main-Region. Ziel ist es, Akteure zusammenzubringen, technische und wirtschaftliche Hintergründe in der Öffentlichkeit zu vermitteln sowie Verbesserungsvorschläge in die öffentliche Diskussion einzubringen. "Der Ausbau der Energieinfrastruktur ist ein gesamtgesellschaftlicher Kraftakt, den wir nur gemeinsam schaffen werden", erklärte dazu Hans-Jürgen Brick, CEO von Amprion.

Wichtig sei der Blick auf das Gesamtsystem, so Brick. Das Netzwerk vereine daher sowohl Stromnetzbetreiber als auch Energieverbraucher. Weiter wies er auf den erheblich steigenden Energiebedarf in der Region hin, den die Dekarbonisierung und Elektrifizierung der Industrie und der Digitalwirtschaft mit ihren Rechenzentren haben wird. Es wird damit gerechnet, dass sich der Stromverbrauch in Hessen bis 2045 von heute rund 40 Milliarden kWh auf mehr als 90 Milliarden kWh mehr als verdoppelt. Das bedeutet, dass Übertragungs- und Verteilnetze in erheblichem Umfang ausgegebaut werden müssen.

Zusätzliche Infrastrukturkapazitäten erforderlich

"Der Ausbau der Verteilnetze ist eine zwingende Voraussetzung dafür, dass wir als Gesellschaft unsere Klimaziele erreichen, aber gleichzeitig auch die Chancen für unseren Wirtschaftsstandort nutzen. Wir brauchen zusätzliche Netzkapazitäten und dafür erforderliche Infrastrukturen", betonte Markus Coenen, Vorstand der Süwag.

Zu den großen Energieverbrauchern der Rhein-Main-Region gehört der Industriepark Höchst, Standort von mehr als 90 forschenden und produzierenden Chemie- und Pharmaunternehmen, die rund 22.000 Menschen beschäftigen. Damit auf dem 4,6 Quadratkilometer großen Areal Medikamente, Lebensmittelzusatzstoffe, Hochleistungskunststoffe oder Pflanzenschutzmittel hergestellt werden können, versorgt die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst die Firmen mit Strom und Wärme, die für den Betrieb von Anlagen mit Prozessdampf erforderlich sind. Benötigt werden nach Angaben von Netzwerk Infrastruktur Rhein-Main pro Jahr rund 3,5 Milliarden kWh Dampf und 2 Milliarden kWh elektrische Energie.

"Wir können und wollen die Dekarbonisierung der Energieversorgung des Industrieparks vorantreiben, doch das lässt sich nur realisieren, wenn die Kapazitäten der überörtlichen Versorgungsinfrastruktur deutlich erweitert werden", erläuterte Joachim Kreysing, Geschäftsführer von Infraserv Höchst. Aus seiner Sicht sind der Ausbau der Stromtrassen und die Anbindung des Standorts an ein nationales Wasserstoff-Versorgungsnetz von großer Bedeutung.
 

Kreysing wünscht sich dabei ein zügiges und verlässliches Vorgehen auf den verschiedenen Entscheidungsebenen: "Im Industriepark Höchst wie auch an anderen Chemie-Produktionsstandorten brauchen die überwiegend global agierenden Unternehmen neben einer zuverlässigen Energieversorgung vor allem langfristige Planungssicherheit, die für Investitionsentscheidungen erfolgskritisch ist."

Die Akteure im Netzwerk

Zum Netzwerk Infrastruktur Rhein-Main gehören Amprion, DB Energie, eco - Verband der Internetwirtschaft, Fraport, Infraserv, Syna und Tennet. Das Netzwerk konzentriert sich derzeit vor allem auf die Energieinfrastruktur. Es organisiert regelmäßig Veranstaltungen und besucht "besondere Orte der Energie", an denen sich Herausforderungen und Lösungen der Energieversorgung zeigen.

Freitag, 28.04.2023, 14:00 Uhr
Gnter Drewnitzky

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