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Enerige & Management > Klimaschutz - Nachhaltigkeitsrat begrüßt neuen Fokus auf Transformationsthemen
Bild: iStock
KLIMASCHUTZ:
Nachhaltigkeitsrat begrüßt neuen Fokus auf Transformationsthemen
Der Nachhaltigkeitsrat begrüßte die grundlegende Generalüberholung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie durch die Bundesregierung. Klimaneutralität rücke nun ins Zentrum der Politik.
 
Die Bundesregierung hatte am 10. März die überarbeitete nationale Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt. Werner Schnappauf, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) sagte: „Wichtig ist vor allem, dass die Bundesregierung erstmals sogenannte Transformationsbereiche ausgewiesen hat“. Um diese Bereiche wirksam zu machen für ein gemeinsames Vorgehen, reiche es nicht aus, nachzusteuern, sondern es müsse konsequent umgesteuert werden.

„Klimaneutralität rückt damit ins Zentrum der Nachhaltigkeitspolitik, aber auch beispielsweise Flächenverbrauch und Breitbandausbau bekommen einen hohen Stellenwert.“ Schnappauf forderte die Regierung auf, künftig das Leitprinzip der Nachhaltigkeit mutig, entschlossen und konsequent über die Ressortgrenzen hinweg auch tatsächlich umzusetzen. Der Nachhaltigkeitsrat hatte in mehreren Stellungnahmen umfangreiche Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt, damit diese als echter Fahrplan für die Zukunft fungieren kann.

Gesundheitsschutz Teil der Nachhaltigkeit

„Wichtige neue Impulse, die der Nachhaltigkeitsrat empfohlen hatte, haben einen Weg in die neue Strategie gefunden“, begrüßte Imme Scholz, stellvertretende Ratsvorsitzende sowie stellvertretende Direktorin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Dazu gehöre neben der stärkeren strategischen Verankerung der großen Transformationsherausforderungen auch die Zuspitzung und Ergänzung wichtiger Ziele und Indikatoren.

„Ich begrüße vor allem, dass die Stärkung der Globalen Gesundheitsarchitektur Eingang in das Zielsystem der Strategie gefunden hat“, sagte Scholz. Damit werde die internationale Rolle Deutschlands in der globalen Pandemieprävention und -reaktion deutlich gemacht. Auch die erstmalige Veröffentlichung einer Kurzfassung der Strategie von knapp 30 Seiten sei eine sinnvolle Neuerung, die den Dialog über die Strategie erleichtern werde, so Scholz. Der hohe Stellenwert der Nachhaltigkeitspolitik zeige sich einmal mehr durch die Corona-Pandemie. Es sei wichtig, gestärkt und zukunftssicher aus der Krise herauszukommen.

Orientierung an den UNO-Zielen

Die Bundesregierung sieht sich einer kontinuierlichen Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens in allen Politikfeldern verpflichtet. Mit der am 10. März 2021 in Berlin beschlossenen Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie wird systematisch dargestellt, welche Aktivitäten zur Umsetzung der Strategie in der laufenden Legislaturperiode ergriffen worden sind und welche weiteren Maßnahmen geplant werden. Damit greift die Bundesregierung die Aufforderung der Vereinten Nationen für eine Dekade des Handelns zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung auf.

Die Weiterentwicklung der Strategie stellt Entwicklungen und Maßnahmen zu allen 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDGs) dar. „Beim Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen, ist das Bewusstsein für ihre Bedeutung gewachsen und hat zu neuen Debatten über den richtigen Weg in eine nachhaltige Zukunft geführt“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Vorwort der Strategie.

Deutschland werde sich weiter aktiv für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele einsetzen, versicherte sie. Die überarbeitetete Strategie knüpft an die im Januar 2017 beschlossene Neuauflage und ihre nachfolgende Aktualisierung vom November 2018 an. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich seitdem an den Zielen der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen und wird seit 2002 in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Die Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie   steht im Internet zur Verfügung.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Donnerstag, 11.03.2021, 16:15 Uhr

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