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Energie & Management > IT - Nach digitalem Angriff nun Einbruch bei Detmolds Stadtwerken
Quelle: Pixabay / Elchinator
IT

Nach digitalem Angriff nun Einbruch bei Detmolds Stadtwerken

Ein Bösewicht kommt selten allein. Erst verschafften digitale Ganoven sich Zugang zu den Stadtwerken Detmold, jetzt folgte ein physischer Einbruch beim Versorger in Ostwestfalen-Lippe.
Kaum sind die ersten Beeinträchtigungen durch einen Hackerangriff im Zaum, haben erneut Gauner es auf die Stadtwerke Detmold abgesehen. Gleich in der zweiten Woche des neuen Jahres machten Einbrecher fette Beute in einem Lagerhof des ostwestfälisch-lippischen Versorgers. Laut Polizei stahlen die Eindringlinge Kupferkabel im Wert von etwa 15.000 Euro.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf den 9. Januar. Wieder nahmen Diebe sich den Lagerhof der Stadtwerke am Gelskamp vor. Wie Andreas Schlichting, Leiter Technik beim Versorger, auf Anfrage dieser Redaktion mitteilte, war es seit Jahresbeginn 2025 bereits der dritte Einbruch an selber Stelle.

Das Diebesgut waren Stromkabel, die der Versorger im Verteilnetz einsetzt. Der Polizei liegen Bilder einer Überwachungskamera vor, die drei Männer als mutmaßliche Täter zeigen sollen. Mit diesem Material ist die Behörde an die Öffentlichkeit getreten, um Hinweise auf die Verdächtigen zu erhalten. Der Vorwurf lautet auf schweren Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Generalstaatsanwaltschaft sucht weiter die Cyberkriminellen

Die Stadtwerke Detmold sind nicht das einzige Unternehmen, das von Kabel- oder Kupferklauern heimgesucht wird. Die zuständige Polizeidienststelle Lippe sprach auf Anfrage dieser Redaktion davon, dass sie zuletzt am Tag vor Heiligabend zu einem Diebstahl von Kupferblöcken aus einer Lagerhalle in Lage ausrücken musste. Auch an Windparks oder anderen Versorgungseinrichtungen kommt es häufiger zum Kupferklau (wir berichteten).

Mit Informationen über die Hintergründe des Hackerangriffs vom November halten die Beteiligten sich derweil noch zurück. Andreas Schlichting verwies lediglich darauf, dass die forensische Arbeit der beauftragen Dienstleistungsunternehmen andauere. Es läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Erpressung, das die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln führt.

Die für Presseanfragen zuständige Oberstaatsanwältin erklärte, die Behörde messe dem Verfahren eine herausgehobene Bedeutung bei, weil es sich bei den Stadtwerken Detmold um ein Unternehmen der kritischen Infrastruktur handelt. Nach wie vor ermittele die Behörde zu den Urhebern des Angriffs, zu Ausmaß und Umfang sowie zu den Beeinträchtigungen.

An dem wiederholt heimgesuchten Lagerhof prüfe der Versorger laut Andreas Schlichting nun weitere Sicherungsmaßnahmen. Eine Überlegung sei, die an Baustellen erprobte Überwachung durch Dienstleister auch an dem Freilager einzurichten.

Dienstag, 13.01.2026, 16:36 Uhr
Volker Stephan
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Nach digitalem Angriff nun Einbruch bei Detmolds Stadtwerken
Ein Bösewicht kommt selten allein. Erst verschafften digitale Ganoven sich Zugang zu den Stadtwerken Detmold, jetzt folgte ein physischer Einbruch beim Versorger in Ostwestfalen-Lippe.
Kaum sind die ersten Beeinträchtigungen durch einen Hackerangriff im Zaum, haben erneut Gauner es auf die Stadtwerke Detmold abgesehen. Gleich in der zweiten Woche des neuen Jahres machten Einbrecher fette Beute in einem Lagerhof des ostwestfälisch-lippischen Versorgers. Laut Polizei stahlen die Eindringlinge Kupferkabel im Wert von etwa 15.000 Euro.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf den 9. Januar. Wieder nahmen Diebe sich den Lagerhof der Stadtwerke am Gelskamp vor. Wie Andreas Schlichting, Leiter Technik beim Versorger, auf Anfrage dieser Redaktion mitteilte, war es seit Jahresbeginn 2025 bereits der dritte Einbruch an selber Stelle.

Das Diebesgut waren Stromkabel, die der Versorger im Verteilnetz einsetzt. Der Polizei liegen Bilder einer Überwachungskamera vor, die drei Männer als mutmaßliche Täter zeigen sollen. Mit diesem Material ist die Behörde an die Öffentlichkeit getreten, um Hinweise auf die Verdächtigen zu erhalten. Der Vorwurf lautet auf schweren Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Generalstaatsanwaltschaft sucht weiter die Cyberkriminellen

Die Stadtwerke Detmold sind nicht das einzige Unternehmen, das von Kabel- oder Kupferklauern heimgesucht wird. Die zuständige Polizeidienststelle Lippe sprach auf Anfrage dieser Redaktion davon, dass sie zuletzt am Tag vor Heiligabend zu einem Diebstahl von Kupferblöcken aus einer Lagerhalle in Lage ausrücken musste. Auch an Windparks oder anderen Versorgungseinrichtungen kommt es häufiger zum Kupferklau (wir berichteten).

Mit Informationen über die Hintergründe des Hackerangriffs vom November halten die Beteiligten sich derweil noch zurück. Andreas Schlichting verwies lediglich darauf, dass die forensische Arbeit der beauftragen Dienstleistungsunternehmen andauere. Es läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Erpressung, das die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln führt.

Die für Presseanfragen zuständige Oberstaatsanwältin erklärte, die Behörde messe dem Verfahren eine herausgehobene Bedeutung bei, weil es sich bei den Stadtwerken Detmold um ein Unternehmen der kritischen Infrastruktur handelt. Nach wie vor ermittele die Behörde zu den Urhebern des Angriffs, zu Ausmaß und Umfang sowie zu den Beeinträchtigungen.

An dem wiederholt heimgesuchten Lagerhof prüfe der Versorger laut Andreas Schlichting nun weitere Sicherungsmaßnahmen. Eine Überlegung sei, die an Baustellen erprobte Überwachung durch Dienstleister auch an dem Freilager einzurichten.

Dienstag, 13.01.2026, 16:36 Uhr
Volker Stephan

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