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Enerige & Management > Kernkraft - Nach Brexit könnte Ausstieg aus Hinkley Point C folgen
Bild: Fotolia.com, Thorsten Schier
KERNKRAFT:
Nach Brexit könnte Ausstieg aus Hinkley Point C folgen
Das geplante Atomkraftwerk an der Südwestküste Englands wird voraussichtlich mehr als das Doppelte kosten. Greenpeace Energy hat bereits vor einem Jahr gegen die Subventionen geklagt.
 
Vor exakt einem Jahr, am 15. Juli 2015, hat Greenpeace Energy vor dem Europäischen Gerichtshof eine Klage gegen die Subventionsentscheidung der Europäischen Kommission eingelegt. Das Ergebnis des Brexit-Referendums könnte auch Konsequenzen für das AKW-Projekt nach sich ziehen.

Die aktuell von der britischen Regierung geschätzten Betriebsbeihilfen, die von dieser getragen werden müssten, liegen bei etwa 43 Mrd. Euro. 2015 lagen die Kosten bei der Hälfte. Laut einer Untersuchung, die von Greenpeace Energy in Auftrag gegeben wurde, könnten die Kosten mehr als 100 Mrd. Euro betragen. "Der Brexit mit all seinen unabsehbaren wirtschaftlichen und juristischen Risiken baut den verantwortlichen Managern eine goldene Brücke, um Hinkley Point C gut begründet zu stoppen und gleichzeitig das eigene Gesicht zu wahren", sagt Sönke Tangermann, Vorstand der Greenpeace Energy.
 
Fraglich erscheint zudem die Investitionslage. Der Betreiberkonzern Électricité de France (EDF) hat seine Investitionsentscheidung bis September aufgeschoben. Die Arbeitnehmervertreter des Konzerns lehnen das Projekt laut Greenpeace ab, da die finanziellen Risiken zu groß wären. Die Finanzierung durch die chinesischen Geldgeber, die etwa ein Drittel der Aufwendungen abdecken sollten, sei ebenfalls unsicher. So hatten sich diese laut Greenpeace durch die Beteiligung am britischen Projekt einen Marktzugang in die EU erhofft. Der voraussichtliche Brexit würde dies erschweren.
 

Sarah Gmell
© 2020 Energie & Management GmbH
Freitag, 15.07.2016, 15:37 Uhr

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