• Commodity-Preise legen zu
  • Steag-Chef Rumstadt legt Amt nieder
  • Bayerische Verteilnetzbetreiber fordern richtige Weichenstellungen
  • Inpower-Insolvenzverwalter spricht mit Investoren
  • Koalitionsvertrag stimmt Windbranche vorsichtig optimistisch
  • Gas.de muss aus dem Markt ausscheiden
  • Grüner Vor-Ort-Wasserstoff für das Projekt "H2goesRail"
  • Enercity peilt Rekordumsatz für das Jahr 2021 an
  • "Ohne Geothermie keine Wärmewende"
  • "Versorgungssicherheit gibt es nicht zum Nulltarif"
Enerige & Management > Stadtwerke - München stoppt Neuakquise für Gas und Strom bis Mitte November
Quelle: E&M / Jonas Rosenberger
STADTWERKE:
München stoppt Neuakquise für Gas und Strom bis Mitte November
Frühestens Mitte November wollen die Stadtwerke München wieder mit Angeboten für Strom- und Gastarife um neue Kundinnen und Kunden werben. Der Vertrieb bleibt so lange gestoppt.
 
Für etwa drei Wochen setzen die Stadtwerke München keine neuen Verträge für Strom- und Gaslieferungen auf. Das sagte ein Sprecher des Versorgers auf Anfrage unserer Redaktion. Auch die Stadtwerke in der bayrischen Landeshauptstadt müssten sich aufgrund der Preisentwicklung auf den Märkten „sortieren“.

Im Internet-Auftritt des Unternehmens erhalten Interessierte auf den entsprechenden Unterseiten bis auf Weiteres den Hinweis, „aufgrund stark gestiegener Beschaffungspreise zum aktuellen Zeitpunkt“ weder Erdgas- noch Stromtarife angeboten bekommen zu können. Sobald die Stadtwerke ihre Kalkulation abgeschlossen haben, müssen Suchende sich auf höhere Preise einstellen. „Auch wir können uns von den Entwicklungen des Marktes nicht abkoppeln“, so der Sprecher.

Die Stadtwerke München gehören damit zu einer ganzen Reihe von Versorgern, die gestiegene Preise an den Märkten an ihre Kundschaft weiterreichen. Zumindest anteilig, wie der Stadtwerke-Sprecher betonte. Denn gegenüber Discountern, die ihre Energie am Spotmarkt einkauften, seien die Münchener im Vorteil, weil sie auf langfristige Beschaffung setzten, vorausschauend einkauften und damit nicht vollständig den Preissprüngen ausgesetzt seien.

Dass auch die alten Tarife beim Strom erwartbar nicht zu halten sein werden, begründet der Stadtwerke-Sprecher mit den Auswirkungen der steigenden Preise beim Gas, das auch in der Stromproduktion eine Rolle spiele. Für den Münchener Versorger sei es die erste Preiserhöhung seit etwa drei Jahren bei beiden Energieträgern. Dass auch Bestandskunden künftig mehr bezahlen müssen, wollte der Sprecher weder bestätigen noch ausschließen.

Der Versorger Montana Energie aus dem benachbarten Grünwald war ähnlich wie die Stadtwerke München für das Neukundengeschäft kurzfristig nicht in den Vergleichsportalen zu finden. Komplett ausgesetzt hatte Montana die Akquise allerdings nicht, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Dafür flatterten mehreren Tausend Bestandskunden Änderungskündigungen ins Haus, in denen das Unternehmen teurere Anschlusskonditionen unterbreitete.
 

Volker Stephan
© 2021 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 28.10.2021, 14:46 Uhr

Mehr zum Thema