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Enerige & Management > Personalie - Müller soll Präsidentin des Autoverbandes werden
Bild: Aurielaki / Fotolia
PERSONALIE:
Müller soll Präsidentin des Autoverbandes werden
Die Ex-Innogy-Vorständin und frühere BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller soll die Spitze des Verbands der Automobilindustrie (VDA) übernehmen.
 
Zahlreiche Medien melden es, offiziell bestätigt ist es noch nicht: Hildegard Müller soll Chef-Lobbyistin der deutschen Autobauer werden. Die wichtigsten Vertreter der Autobranche hätten sich nach monatelanger Suche einmütig für die ehemalige Staatsministerin im Bundeskanzleramt ausgesprochen. Es müssten aber noch Details geklärt werden, berichtete beispielsweise die Deutsche Presseagentur.

Müller würde den Posten der VDA-Präsidentin vom Ford-Manager Bernhard Mattes übernehmen. Mattes wurde im März 2018 an die VDA-Spitze berufen, hatte aber im September – vor Ablauf der Amtszeit Ende 2020 – seine Kündigung eingereicht.

Müller saß von 2016 bis zur Zerschlagung der RWE-Tochter Innogy dort im Vorstand und war zuständig für den Netzbetrieb. Im Oktober teilte Eon als neuer Eigentümer der Netzsparte mit, dass das Engagement von Müller bei Innogy „in beiderseitigem Einvernehmen beendet“ worden sei. Zuvor war sie acht Jahre Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Energieverbandes BDEW in Berlin.

Die gelernte Bankkauffrau und studierte Diplom-Kauffrau saß zudem als CDU-Abgeordnete im Deutschen Bundestag; von 2005 bis 2008 war Müller Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin. Sie galt als enge Vertraute Angela Merkels.

Laut Morning Briefing des Medienunternehmers Gabor Steingart soll Müller als oberste Auto-Lobbyisten mehr als eine Mio. Euro im Jahr verdienen. Für den Posten waren auch der frühere SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Ex-EU-Kommissar Günther Oettinger im Gespräch.
 

Stefan Sagmeister
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Mittwoch, 27.11.2019, 16:20 Uhr

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