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Enerige & Management > Forschung - Modellregionen für intelligente Energie werden gefördert
Bild: Sigrun Strangemann/EWE
FORSCHUNG:
Modellregionen für intelligente Energie werden gefördert
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert fünf ausgewählte Modellregionen, in denen innovative Techniken und Verfahren zur Energieversorgung der Zukunft getestet werden.
 
Mit dem Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) werden Projekte gefördert, die die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch durch den Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte demonstrieren sollen. Insgesamt 230 Mio. Euro stellt der Bund für vier Jahre dafür bereit. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geht davon aus, dass durch die Pilotprojekte private Investitionen in Höhe von weiteren rund 600 Mio. Euro in die Digitalisierung des Energiesektors ausgelöst werden.

Rund 200 Unternehmen und weitere Akteure beteiligen sich an den fünf Modellprojekten, die als Grundlage für eine „breite Umsetzung intelligenter Energievernetzung in ganz Deutschland dienen“ sollen, sagte Gabriel. In den Modellregionen sollen zentrale Herausforderungen der Energiewende wie die Systemintegration höherer Anteile erneuerbarer Energien, die Flexibilität und die Stabilität des Energieversorgungssystem, Energieeffizienz sowie der Aufbau intelligenter Energienetze thematisiert werden.

So haben sich im Norden mehr als 50 Partner aus Wirtschaft, Industrie und Forschung zusammengeschlossen, um mit dem Projekt „NEW 4.0 Norddeutsche Energiewende“ zu demonstrieren, wie die Modellregion Schleswig-Holstein und Hamburg bereits ab 2025 sicher und effizient mit 70 % regenerativer Energie versorgt werden können. Um den Oldenburger Energieversorger EWE haben sich weitere 75 Partner versammelt: Ziel des Projektes „enera“ im nordwestlichen Niedersachsen ist es, regionale Systemdienstleistungen zu erproben, mit denen das Netz lokal stabilisiert und die Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien weiter erhöht werden können. Das Schaufenster „WindNODE“ umfasst die fünf ostdeutschen Bundesländer und Berlin. Hier soll die effiziente Einbindung von erneuerbaren Energien in einem System aus Strom-, Wärme- und dem Mobilitätssektor erprobt werden. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland soll mit dem Projekt „Designetz“ unter Federführung von RWE Energie aus Solarenergie und Windkraft für die Versorgung von urbanen und industriellen Verbrauchern genutzt werden. Baden-Württemberg, Bayern und Hessen bilden die fünfte Modellregion. Im Fokus des Projekts „C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland“ steht die regionale Optimierung von Erzeugung und Verbrauch mittels Photovoltaikanlagen.

Mit der Bekanntgabe der fünf Modellregionen und der Förderzusage durch das Bundeswirtschaftsministerium können in einem ersten Schritt nun Projektförderanträge beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Die Einzelprojekte sollen in den Schaufensterregionen nach Ende der Antragsfrist im zweiten Halbjahr 2016 starten und dann vier Jahre laufen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 02.12.2015, 13:28 Uhr

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