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Enerige & Management > Windkraft - Mit Windkraft bindet EnBW Partner an sich
Bild: Fotolia.com, DeVIce
WINDKRAFT:
Mit Windkraft bindet EnBW Partner an sich
Auch die Berliner Stadtwerke sind bei dem EnBW-Angebot eingestiegen, sich an konzerneigenen Windparks zu beteiligen.
 
Mit dem Verkauf von 8,7 MW Windkraft-Leistung an die Berliner Stadtwerke GmbH hat die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) kurz vor Jahresschluss ihr im vergangenen Sommer an Kommunalversorger adressiertes Angebot für die Beteiligung an einigen konzerneigenen Onshore-Windparks vollständig platziert. Die Offerte umfasste die Beteiligung an 89 Bestandsanlagen mit einer Gesamtleistung von 156 MW, die bundesweit auf 17 Standorte verteilt sind.

Bislang hatte EnBW mit 14 Stadtwerken, die alle ihren Sitz im Ländle haben, entsprechende Verträge unterzeichnen können. Zu diesen 14 Stadtwerken zählen unter anderem die Kommunalversorger aus Giengen, Karlsruhe, Schwäbisch Gmünd, Sindelfingen oder Weinheim. An diesem Windkraft-Paket behält EnBW mit 50,02 % weiterhin die Mehrheit. Die Stadtwerke Karlsruhe hatten für ihre Beteiligung bei diesem EnBW-Angebot nach eigenen Angaben rund 16 Mio. Euro bezahlt. Bei der jüngsten Transaktion machten EnBW und die Berliner Stadtwerke keine Angaben zum Kaufpreis.

Für EnBW ist diese Runde nicht das erste Beteiligungsangebot in Sachen Windenergie gewesen. Bereits beim ersten Offshore-Windpark Baltic 1 hatte EnBW gut zur Hälfte dem Konzern nahe stehende Stadtwerke beteiligt. Beim Nachfolgeprojekt Baltic 2 gewann der Südwest-Stromkonzern den australischen Finanzinvestor Macquaire als Partner. Bei den nächsten Onshore-Aktivitäten „werden wir kommunale Beteiligungsmöglichkeiten wohlwollend prüfen“, heißt es aus der Karlsruher Unternehmenszentrale.

Das Partnerning-Konzept, das unter anderem auch der RWE-Konzern für sein Windengagement so handhabt, bringt für EnBW handfeste Vorteile mit sich: Neben den Einnahmen durch den Verkauf der Beteiligungen bietet sich für EnBW die Chance, die beteiligten Stadtwerke für andere Aktivitäten an sich zu binden. Da EnBW sich bei dem gemeinsamen Windkraft-Pool den Service, die Wartung, die kaufmännische und technische Betriebsführung sowie die Direktvermarktung gesichert hat, sind somit weitere, gut kalkulierbare Einnahmen für die nächsten Jahre gesichert.
 

Ralf Köpke
© 2020 Energie & Management GmbH
Montag, 21.12.2015, 13:42 Uhr

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