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Enerige & Management > Vertrieb - Mehrwert für die moderne Messeinrichtung
Bild: Pixabay
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Mehrwert für die moderne Messeinrichtung
Die "moderne Messeinrichtung" ist ein einfacher digitaler Zähler. Welche Zusatzdienste sich dennoch darauf aufsetzen lassen, testet derzeit Smartoptimo.
 
Wie lässt sich eine einfache moderne Messeinrichtung aufwerten und honorieren das die Kunden überhaupt? Solche Fragen sind derzeit Gegenstand eines Projekts von Smartoptimo, bei dem Kunden mit weniger als 6.000 kWh Jahresstromverbrauch eine Visualisierungslösung für ihren digitalen Zähler erhalten.

Nach einer ersten Phase der Überlegung, welche Zusatzleistungen Stadtwerke ihren Kunden auf Basis eines einfachen elektronischen Zählers anbieten können, sollen nun in einer zweiten Phase die Lösungen von zwei Anbietern erprobt werden. Um welche Anbieter es sich handelt, wollen die Verantwortlichen derzeit nicht verraten. Nur so viel: Bei ausgewählten Kunden werden derzeit Geräte verbaut, die Zählerdaten auslesen und über eine App anzeigen können.

Die Geräte beider Hersteller verfügen laut Smartoptimo über einen ähnlichen Funktionsumfang. Sie ermöglichen beispielsweise die Hinterlegung eines Stromtarifs und die Visualisierung des historischen und aktuellen Stromverbrauchs, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Sie können auch eine Warnung absetzen, wenn die monatliche Abschlagsumme überschritten wird, und einzelnen Elektrogeräten ihren jeweiligen Stromverbrauch zuordnen.

„In Deutschland werden bis 2032 rund 42 Millionen moderne Messeinrichtungen verbaut“

Wie von dem Metering-Dienstleister, der von den Stadtwerken Münster und Osnabrück gegründet wurde und mittlerweile ein Netzwerk von mehr als 70 kommunalen Unternehmen betreut, zu hören ist, nehmen neun Stadtwerke an dem Projekt teil. Dessen Laufzeit ist mit einem halben Jahr veranschlagt. Ziel sei es, beide Lösungen unter „Realbedingungen“ zu erproben und das Interesse der Kunden an solchen Dienstleistungen zu ermitteln.

Am Ende wollen die Projektpartner wissen, ob die Kunden Interesse daran haben, sich regelmäßig und vertieft mit ihrem Stromverbrauch zu beschäftigen, ob es eine Bereitschaft zu einem datenbasierten Stromsparverhalten gibt und ob die Kunden auch bereit sind, für das Angebot zu bezahlen. Der Einbau und die Nutzung der Geräte sind für die Kunden in der Projektphase allerdings kostenlos.

„In Deutschland werden bis 2032 insgesamt rund 42 Millionen moderne Messeinrichtungen verbaut. Selbst wenn sich nur ein kleiner Prozentsatz der betroffenen Endkunden für eine Visualisierung Ihres Stromverbrauchs interessieren würde, käme unter dem Strich ein erhebliches Volumen zustande“, sagt Rudi Zwick. Deshalb lohne es sich auf jeden Fall, die entsprechenden Dienstleistungen in Betracht zu ziehen, so der Projektleiter von Smartoptimo. Und nicht zuletzt würden sie sich auch als Instrument zur Kundenbindung eignen.

Moderne Messeinrichtungen sind digitale Basiszähler ohne Kommunikationseinheit, die also nicht fernausgelesen werden können und keine Zählerdaten verschicken. Ein intelligentes Messsystem wird erst in Kombination mit einem Smart Meter Gateway als Kommunikationseinheit daraus. Grundzuständige Messstellenbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, Kunden mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 kWh mit einem intelligenten Messsystem auszustatten. Kunden mit einem geringeren Verbrauch können sich zwar optional auch ein intelligentes Messsystem einbauen lassen, erhalten grundsätzlich aber nur eine moderne Messeinrichtung.
 
 

Fritz Wilhelm
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