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Enerige & Management > Smart Home - Mehr Intelligente Technik im Haus
Quelle: Fotolia / Denys Prykhodov
SMART HOME:
Mehr Intelligente Technik im Haus
Fast die Hälfte der Deutschen nutzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung. Dies hat eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben.
 
In den vergangenen zwölf Monaten ist nach Erkenntnissen von Bitkom die Zahl der Menschen in Deutschland gestiegen, die mithilfe intelligenter Technik ihren Energieverbrauch kontrollieren und reduzieren wollen. Rund ein Viertel der Bundesbürger nutze mittlerweile intelligente Heizkörperthermostate. Im vergangenen Jahr seien es noch 17 % gewesen, heißt es in einer Mitteilung des Verbands der Digitalwirtschaft. Für die Regulierung der Sonneneinstrahlung nutzen 21 % der Befragten intelligente Rollläden oder Markisen. Genauso groß ist der Anteil derer, die mit smarten Vorrichtungen den Stromverbrauch von Geräten im Stand-by-Modus verringern oder vermeiden. Insgesamt 13 % gaben an, ihren Stromverbrauch über intelligente Zähler zu überwachen.

Dies sind Ergebnisse einer computergestützten repräsentativen telefonischen Befragung von 1.315 Personen in Deutschland im Alter ab 16 Jahren. Smart-Home-Anwendungen seien viel mehr als eine „technische Spielerei“, sagt Achim Berg. „Smart-Home-Technologien können einen ganz konkreten Beitrag dazu leisten, weniger Heizenergie und Strom zu verbrauchen“, so der Bitkom-Präsident. Intelligente Heiz- und Kühltechnik lohne sich nicht nur für Hausbesitzer. Auch in Mietwohnungen könnten smarte Thermostate mit wenigen Handgriffen installiert und dann beim Auszug auch wieder mitgenommen werden.

Mehrheit wünscht sich Sicherheitskennzeichnung

Die Umfrage zeigt, dass 43 % aller Bundesbürger mindestens eine Smart-Home-Anwendung nutzen. Damit setze sich ein Trend der vergangenen Jahre fort: 2020 waren es 37 % und 2018 waren es 26 %. Im Energiebereich sind es vor allem Lampen und Leuchten (36 %) und Heizkörperthermostate (25 %). In den Bereich der Sicherheitstechnik fallen die smarte Videoüberwachung (25 %)und die intelligente Alarmanlage (24 %), während in Haus und Garten Staubsaugroboter (22 %) und Rasenmähroboter (18 %) zum Einsatz kommen.

Trotz der steigenden Akzeptanz nehmen aber auch die Sicherheitsbedenken zu. So haben 47 % der Befragten, die noch nicht Smart-Home-Anwendungen nutzen, Angst, Opfer von Hackerangriffen zu werden und 37 % der Nicht-Nutzer befürchten, sie könnten dem Missbrauch persönlicher Daten Tür und Tor zu öffnen (37 %). In dem Zusammenhang wünschen sich 88 % der Smart-Home-Nutzerinnen und -Nutzer eine klare Kennzeichnung, ob ein Produkt beziehungsweise Gerät sicher ist.

Vor diesem Hintergrund mahnt Bitkom-Präsident Berg: „Nicht unten in die Ramschkiste greifen, sondern auf nach internationalen Standards zertifizierte Produkte und seriöse, vertrauenswürdige Hersteller achten.“ Außerdem sei wichtig, das eigene WLAN zu schützen und regelmäßig Updates der Geräte durchführen. Eine gute Orientierung könne das IT-Sicherheitskennzeichen des BSI geben.

Details zu den Ergebnissen der Umfrage mit dem Titel „Smart Home 2022 “ stehen auf der Internetseite des Bitkom-Verbandes zum Download bereit.
 

Fritz Wilhelm
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Freitag, 02.09.2022, 15:01 Uhr

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