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Enerige & Management > Stromnetz - Mehr Gesundheitsschutz bei Stromleitungen
Bild: Fotolia.com, lekcets
STROMNETZ:
Mehr Gesundheitsschutz bei Stromleitungen
Auf Initiative des Bundesumweltministeriums (BMUB) wird der Schutz vor elektrischen und magnetischen Feldern verbessert.
 
Beim Widerstand gegen neue Stromleitungen spielt oft die Angst vor Gesundheitsrisiken durch elektro-magnetische Wellen und Felder eine Rolle. Die Einhaltung der Schutzvorschriften soll mit einer neuen Vorschrift verbessert werden. Der Bundesrat hat dieser am 18. Dezember zugestimmt.

Es geht um eine Vereinheitlichung der Prüfungen durch die Landesbehörden. In der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) ist vorgeschrieben, dass elektrische und magnetische Felder, die von Gleichstrom- und Niederfrequenzanlagen ausgehen, zu minimieren sind. Dabei geht es vor allem um Hochspannungsfreileitungen und Erdkabel, aber auch um Transformatoren und Konverterstationen (Umspannwerke). In der vom Bundesrat gebilligten allgemeinen Verwaltungsvorschrift wird laut den Angaben dieses Minimierungsgebot konkretisiert.

„Mit dieser Vorschrift erhalten die Vollzugsbehörden ein einheitliches Umsetzungs-, Prüf- und Bewertungsschema für den Vollzug des Minimierungsgebots. Sie können damit zeitnah und abschließend prüfen, ob die Anlagenbetreiber ihrer Pflicht zur Minimierung der Felder nachkommen“, erläutert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Damit werde zum einen der vorbeugende Gesundheitsschutz verbessert, zum anderen kämen die einheitlichen Regelungen dem bundesweit notwendigen Ausbau der Stromnetze zugute, betont Hendricks.

Laut der allgemeinen Verwaltungsvorschrift müssen alle neu errichteten und wesentlich geänderten Anlagen auf ihr Potenzial zur Minimierung der elektro-magnetischen Felder untersucht werden sind, wenn sich in ihrem Einwirkungsbereich Orte befinden, an denen sich Menschen dauerhaft aufhalten können, wie etwa Wohnungen oder Schulen. Die Minimierung erfolgt nach dem in der allgemeinen Verwaltungsvorschrift beschriebenen Stand der Technik. Dabei berücksichtigt werden müssen auch Aspekte des Natur- und Artenschutzes, Wirtschaftlichkeit und Netzverfügbarkeit.

Bevor die Vorschrift nach dem nun erfolgten Beschluss im Bundesrat in Kraft treten kann, muss abschließend noch das Bundeskabinett zustimmen.
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Montag, 21.12.2015, 15:17 Uhr

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