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Enerige & Management > Smart Meter - Mehr Anwendungen für das intelligente Messsystem
Quelle: Shutterstock / Shcherbakov Ilya
SMART METER:
Mehr Anwendungen für das intelligente Messsystem
Fünf Partner haben das Projekt „SMGW-forwards“ auf den Weg gebracht: Zwei Reallabore sollen neue Anwendungen für das Smart Meter Gateway vorantreiben.
 
Die stufenweise Weiterentwicklung des Smart Meter Gateways (SMGW) für energiewirtschaftliche Anwendungen ist in der sogenannten Roadmap des Bundeswirtschaftsministeriums vorgezeichnet. Das Gerät ist als Kommunikationseinheit eines intelligente Messsystems für eine Reihe energiewirtschaftlicher Einsatzszenarien verpflichtend vorgesehen.

Nach Angaben der Partner, die zusammen knapp 10 Mio. Euro in das Projekt investieren, soll sich „SMGW-forwards“ auf zehn energiewirtschaftliche Anwendungsfälle erstrecken, die über den bisher gegebenen Funktionsumfang der intelligenten Messsysteme hinausreichen.

Es geht dabei beispielsweise um die direkte Steuerung von Anlagen im intelligenten Netz (Smart Grid) oder die Steuerung über Sollwertvorgaben am Netzanschlusspunkt. Ebenso soll der Einsatz intelligenter Messsysteme zur Erfassung des Energieverbrauchs beim Laden an öffentlichen und nicht-öffentlichen Ladepunkten sowie beim Submetering in der Wohnungswirtschaft untersucht werden.

Im Rahmen des Projekts, das auf drei Jahre angelegt ist und vom Bundeswirtschaftsministerium mit 4,4 Mio. Euro gefördert wird, sollen laut einer Mitteilung des Smart-Meter-Gateway-Herstellers PPC die neuen Funktionalitäten zur Marktreife gebracht und für den Massenmarkt optimiert werden. Vor diesem Hintergrund werde Robotron sein System zur Gateway-Administration und seine Plattform für den sogenannten Externen Marktteilnehmer für die zukünftigen Herausforderungen ertüchtigen, während PPC seine Smart Meter Gateways und CLS-Geräte (Controllable Local Systems) weiterentwickeln werde, heißt es weiter.

Die Eon-Tochter „e.kundenservice“ Netz GmbH, die Teag Thüringer Energie AG und TMZ Thüringer Mess- und Zählerwesen Service GmbH werden die Erweiterungen des intelligenten Messsystems dann in Reallaboren bei ihren Kunden erproben.

Von ihrer Arbeit erhoffen sich die Projektpartner wertvolle Impulse für die weitere Standardisierung der intelligenten Messsysteme und stehen daher in regelmäßigem Austausch mit dem Bundeswirtschftsministerium, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie weiteren Behörden und Stakeholdern.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter https://www.smgwforwards.de/ 
 

Fritz Wilhelm
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Donnerstag, 01.09.2022, 16:10 Uhr

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