• Vollere Gasspeicher dämpfen Preisanstieg
  • Bundesnetzagentur: Gasnotlage kann vermieden werden
  • 20 neue Busse für Dresden geliefert
  • Chemieunternehmen Evonik ersetzt Erdgas zu 40 Prozent
  • Versorger wollen Lithium abbauen
  • Verlust bei Siemens Energy steigt
  • Pfalzwerke AG sammelt 60 Mio. Euro ein
  • Teil 6: Offene Fragen, die der Lösung harren
  • Stadtwerke Witten beschließen Energiesparpaket
  • EnBW baut neuen Großladepark
Enerige & Management > Stromnetz - Mainova und Tennet bauen an Frankfurts Stromnetz
Quelle: E&M / Jonas Rosenberger
STROMNETZ:
Mainova und Tennet bauen an Frankfurts Stromnetz
Energieversorger Mainova und Übertragungsnetzbetreiber Tennet bauen gemeinsam das Stromnetz für Frankfurt Rhein-Main weiter aus.
 
Die Zusammenarbeit zwischen Mainova und Tennet soll es ermöglichen, dass bereits bis 2027 die Netzkapazitäten um mehr als 500 Megavoltampere (MVA) und damit um rund 50 % wachsen, teilten beide Unternehmen am 9. Juni mit. Dafür sollen in den nächsten Jahren die Umspannwerke an den Haupteinspeisepunkten ausgebaut und die Stromleitungen in das Stadtgebiet Frankfurt verstärkt werden. Damit will man auf die steigende Stromnachfrage aufgrund zunehmender Digitalisierung, Elektromobilität und des zu erwartenden Umstiegs auf Wärmepumpen Rechnung tragen.

Ein wichtiger Meilenstein für die angestrebte Leistungserhöhung ist die Erneuerung des Umspannwerks (UW) Südwest in Frankfurt-Griesheim. Ein Kernstück dabei ist ein neuer Transformator, der als Direktkuppeltransformator die 380-kV-Ebene mit der 110-Kilovolt-Ebene verbindet. Der rund 260 Tonnen schwere Transformator wurde Mitte Mai über eigens dafür vorgesehene Bahnschienen, die bis auf das Gelände führen, angeliefert.

Neben dem neuen Transformator der Tennet erneuert Mainova im UW Südwest unter anderem die 40 Jahre alte 110-kV-Schaltanlage. Eine dreifache Sammelschiene mit 27 Feldern nach neuestem Stand der Technik sorgt dann für noch höhere Versorgungssicherheit durch zusätzliche Redundanz.
 
Stellten den neuen, rund 260 Tonnen schweren Transformator der Tennet im Umspannwerk Südwest in Frankfurt-Griesheim vor (von links): Frank Rose (Bereichsleiter Stromnetze), Mirko Maier (Geschäftsführer der Mainova-Tochter Netzdienste Rhein-Main GmbH), Axel Schomberg (Stellvertretender Leiter der Tennet-Betriebszentren Deutschland) sowie Benedikt Pohli (Tennet-Projektleiter Umspannwerke/Frankfurt-Südwest)
Quelle: Mainova

"Die Nachfrage nach Netzanschlusskapazitäten ist weiter sehr hoch. Durch Transformatorentausch und Verstärkung der Netzanbindungen im Umspannwerk Südwest steigt die Leistung im Frankfurter Netz ab 2024 um 100 Megavoltampere – Das entspricht dem Bedarf einer Großstadt mit 100.000 Einwohnern – auf dann 600 Megavoltampere", erläutert Mirko Maier, Geschäftsführer der Mainova-Tochter Netzdienste Rhein-Main.

Modernisierungs- und Ausbaumaßnahmen führt Tennet derzeit auch in enger Abstimmung mit den Verteilnetzbetreibern im Umspannwerk Frankfurt Nord durch. Hier wurde bereits im Januar 2022 der erste von insgesamt vier neuen Transformatoren angeliefert. Mit den Standorten in Karben, Dörnigheim und Großkrotzenburg wird der Übertragungsnetzbetreiber in den kommenden Jahren alle seine bestehenden Umspannwerke im Rhein-Main-Gebiet für die Energiewende fit machen und auf den neuesten Stand der Technik bringen. Weil der Zuwachs aber auch über 2027 hinausgehen wird, sind aktuell weitere Umspannwerke im Westen und im Osten der Region geplant.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2022 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 09.06.2022, 15:09 Uhr

Mehr zum Thema