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Energie & Management > Klimaschutz - LEG und EGC planen Dekarbonisierung von 500 Gebäuden
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Klimaschutz

LEG und EGC planen Dekarbonisierung von 500 Gebäuden

LEG und EGC haben in Düsseldorf eine Vereinbarung zur Dekarbonisierung von rund 500 Wohngebäuden geschlossen, um Emissionen zu senken und die Wärmeversorgung langfristig umzubauen.
Die LEG Immobilien, ein börsennotiertes Wohnungsunternehmen in Düsseldorf und der Energiedienstleister EGC bauen ihre bestehende Zusammenarbeit aus. Laut Unternehmensangaben umfasst die neue Vereinbarung die Dekarbonisierung von rund 500 Bestandsliegenschaften mit einer Gesamtfläche von etwa einer Million Quadratmetern.

EGC, ein deutschlandweit tätiger Anbieter für Energie- und Gebäudetechnik, modernisiert im Rahmen der auf fünf Jahre angelegten Partnerschaft die von ihr bereits betriebenen Heizungsanlagen. Diese werden schrittweise umgebaut: Bestehende Gasthermen sollen künftig durch Wärmepumpen ergänzt werden, die den überwiegenden Teil der Wärmeversorgung übernehmen. Die vorhandenen Gaskessel bleiben laut Unternehmen zur Abdeckung von Spitzenlasten erhalten.

Mit diesem hybriden Versorgungskonzept wollen die Partner den CO2-Ausstoß der Gebäude deutlich senken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleisten. Nach Angaben von EGC soll die jährliche Emissionsminderung rund 13.000 Tonnen CO2 betragen. Insgesamt betrifft das Vorhaben etwa 16.000 Haushalte.

Auch ohne Gesetznovelle aktiv

Der CEO von EGC Jean-Marc Bazenet sieht den Wärmemarkt in einem Umbruch. Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) führe dazu, dass sich einzelne Akteure derzeit zurückhaltend verhielten. Für EGC bleibe jedoch entscheidend, Kunden beim Umbau ihrer Energieversorgung zu unterstützen. Angesichts steigender CO2-Preise sei es notwendig, Emissionen zeitnah zu reduzieren, damit Wohnen langfristig bezahlbar bleibe.

Die LEG hält trotz der regulatorischen Unsicherheiten an ihrer Dekarbonisierungsstrategie fest. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben, seinen Wohnungsbestand bis 2045 weitgehend klimaneutral zu bewirtschaften. Die nun vereinbarte Modernisierung sei ein weiterer Schritt auf diesem Weg, erklärt COO Volker Wiegel. Zugleich betont er, dass die Versorgung der Mieter weiterhin zuverlässig und bezahlbar bleiben solle.

Um die finanzielle Belastung für die Bewohner zu begrenzen, sieht die LEG Baukostenzuschüsse vor. Ziel sei es, steigende Heizkosten infolge der Modernisierungsmaßnahmen abzufedern. Damit rückt das Unternehmen die soziale Dimension der Energiewende im Gebäudesektor in den Fokus.

EGC wird langfristiger Energielieferant

EGC verfolgt bei der Umsetzung einen integrierten Ansatz. Dieser umfasst laut Unternehmen die Analyse des Gebäudebestands, die Planung technischer Maßnahmen sowie deren Umsetzung und den anschließenden Betrieb der Anlagen. Nach Abschluss der Modernisierung übernimmt EGC langfristig die Wärmeversorgung als Energielieferant.
 

Die installierte Gesamtleistung der neuen Systeme wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich rund 90 MW betragen. Neben Wärmepumpen können dabei auch weitere Technologien zum Einsatz kommen, etwa in Kombination mit bestehenden Infrastrukturen. Ziel ist eine schrittweise Transformation der Wärmeversorgung im Bestand.

Mit dem Ausbau ihrer Partnerschaft reagieren LEG und EGC auf die Anforderungen an eine klimafreundlichere Energieversorgung im Gebäudesektor. Gleichzeitig zeige das Projekt, wie Wohnungsunternehmen und Energiedienstleister ihre Rollen in der Transformation des Wärmemarktes neu definieren.

Dienstag, 31.03.2026, 11:59 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Klimaschutz - LEG und EGC planen Dekarbonisierung von 500 Gebäuden
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LEG und EGC planen Dekarbonisierung von 500 Gebäuden
LEG und EGC haben in Düsseldorf eine Vereinbarung zur Dekarbonisierung von rund 500 Wohngebäuden geschlossen, um Emissionen zu senken und die Wärmeversorgung langfristig umzubauen.
Die LEG Immobilien, ein börsennotiertes Wohnungsunternehmen in Düsseldorf und der Energiedienstleister EGC bauen ihre bestehende Zusammenarbeit aus. Laut Unternehmensangaben umfasst die neue Vereinbarung die Dekarbonisierung von rund 500 Bestandsliegenschaften mit einer Gesamtfläche von etwa einer Million Quadratmetern.

EGC, ein deutschlandweit tätiger Anbieter für Energie- und Gebäudetechnik, modernisiert im Rahmen der auf fünf Jahre angelegten Partnerschaft die von ihr bereits betriebenen Heizungsanlagen. Diese werden schrittweise umgebaut: Bestehende Gasthermen sollen künftig durch Wärmepumpen ergänzt werden, die den überwiegenden Teil der Wärmeversorgung übernehmen. Die vorhandenen Gaskessel bleiben laut Unternehmen zur Abdeckung von Spitzenlasten erhalten.

Mit diesem hybriden Versorgungskonzept wollen die Partner den CO2-Ausstoß der Gebäude deutlich senken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleisten. Nach Angaben von EGC soll die jährliche Emissionsminderung rund 13.000 Tonnen CO2 betragen. Insgesamt betrifft das Vorhaben etwa 16.000 Haushalte.

Auch ohne Gesetznovelle aktiv

Der CEO von EGC Jean-Marc Bazenet sieht den Wärmemarkt in einem Umbruch. Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) führe dazu, dass sich einzelne Akteure derzeit zurückhaltend verhielten. Für EGC bleibe jedoch entscheidend, Kunden beim Umbau ihrer Energieversorgung zu unterstützen. Angesichts steigender CO2-Preise sei es notwendig, Emissionen zeitnah zu reduzieren, damit Wohnen langfristig bezahlbar bleibe.

Die LEG hält trotz der regulatorischen Unsicherheiten an ihrer Dekarbonisierungsstrategie fest. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben, seinen Wohnungsbestand bis 2045 weitgehend klimaneutral zu bewirtschaften. Die nun vereinbarte Modernisierung sei ein weiterer Schritt auf diesem Weg, erklärt COO Volker Wiegel. Zugleich betont er, dass die Versorgung der Mieter weiterhin zuverlässig und bezahlbar bleiben solle.

Um die finanzielle Belastung für die Bewohner zu begrenzen, sieht die LEG Baukostenzuschüsse vor. Ziel sei es, steigende Heizkosten infolge der Modernisierungsmaßnahmen abzufedern. Damit rückt das Unternehmen die soziale Dimension der Energiewende im Gebäudesektor in den Fokus.

EGC wird langfristiger Energielieferant

EGC verfolgt bei der Umsetzung einen integrierten Ansatz. Dieser umfasst laut Unternehmen die Analyse des Gebäudebestands, die Planung technischer Maßnahmen sowie deren Umsetzung und den anschließenden Betrieb der Anlagen. Nach Abschluss der Modernisierung übernimmt EGC langfristig die Wärmeversorgung als Energielieferant.
 

Die installierte Gesamtleistung der neuen Systeme wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich rund 90 MW betragen. Neben Wärmepumpen können dabei auch weitere Technologien zum Einsatz kommen, etwa in Kombination mit bestehenden Infrastrukturen. Ziel ist eine schrittweise Transformation der Wärmeversorgung im Bestand.

Mit dem Ausbau ihrer Partnerschaft reagieren LEG und EGC auf die Anforderungen an eine klimafreundlichere Energieversorgung im Gebäudesektor. Gleichzeitig zeige das Projekt, wie Wohnungsunternehmen und Energiedienstleister ihre Rollen in der Transformation des Wärmemarktes neu definieren.

Dienstag, 31.03.2026, 11:59 Uhr
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