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Bild: Miredi / Fotolia
STATISTIK:
Kürzere Ausfallzeiten im Stromnetz
Laut dem VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik ist die durchschnittliche Strom-Unterbrechungsdauer im vergangenen Jahr weiter gesunken.
 
Im Jahr 2016 waren Stromkunden in Deutschland im Schnitt 11,5 Minuten vom Stromnetz getrennt. Dies geht aus der VDE/FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik hervor, an der das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) mitgearbeitet hat. Wie es in der Statistik weiter heißt, lag die Unterbrechungsdauer im Jahr 2015 noch bei 11,9 Minuten. Grund für die Verbesserung sei vor allem die Witterung im vergangenen Jahr, da sich Gewitter und Sturmfronten weniger nachteilig auf die Versorgungszuverlässigkeit ausgewirkt hätten.

Wie die Statistiker weiter mitteilten, sei die hohe Qualität der Stromversorgung in Deutschland vor allem auch Ergebnis des steigenden Aufwands der Netzbetreiber. Diese würden angesichts der volatilen Erneuerbaren-Einspeisung immer öfter in den Netzbetrieb und auch den Kraftwerkseinsatz (Redispatch) eingreifen, um das Netz auszugleichen. Ziel der jährlichen VDE/FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik ist es, die Entwicklung der Qualität der Stromversorgung in Deutschland transparent zu machen. Die Basis dafür sind freiwillige, anonymisierte Angaben von Netzbetreibern zu Störungen und Verfügbarkeiten. Die Daten repräsentieren über 75 % des deutschen Stromnetzes.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht seit 2006 Kennzahlen der Versorgungsunterbrechung (Saidi-Index - System Average Interuption Duration Index). Für 2016 wies die Behörde einen Wert von 12,80 Minuten aus gegenüber 12,70 Minuten für das Jahr 2015. Im Jahr 2014 waren es sogar nur 12,28 Minuten. Dies ist allerdings auch der niedrigste Wert in den letzten zehn Jahren. Im Jahr 2013 betrug die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung 15,32 Minuten und im Jahr 2006 sogar 21,53 Minuten.
 
Als Ursache für den geringen Anstieg von 2015 auf 2016 nannte Jochen Homann einen leichten Zuwachs bei den Versorgungsunterbrechungen in der Mittelspannungsebene. „Dagegen hat die Energiewende mit einer zunehmend dezentralen Erzeugung von Strom keine negativen Auswirkungen“, so der Präsident der Bundesnetzagentur.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Freitag, 27.10.2017, 15:27 Uhr

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