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Enerige & Management > KWK - Kritik am geringen KWK-Zubau
Bild: Fotolia.com, XtravaganT
KWK:
Kritik am geringen KWK-Zubau
Die Verbände BDEW und VDMA kritisieren nach den Ergebnissen der jüngsten Versteigerungs-Runde das geringe Ausschreibungsvolumen für die Kraft-Wärme-Kopplung.
 
Die Ausschreibung für KWK-Anlagen war erneut überzeichnet, der durchschnittliche Zuschlagswert war gesunken. Insgesamt sei das Ausschreibungsvolumen viel zu gering, kritisieren BDEW und VDMA gleichermaßen. Dabei seien KWK-Anlagen auch eine volkswirtschaftlich attraktive Option zur Schließung der Kapazitätslücke, betont Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer bei VDMA Power Systems.
 
Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, vergleicht die Ergebnisse der Ausschreibung mit der Zahl der realisierten Anlagen im Leistungsbereich zwischen einem und 50 MW vor der Ausschreibungs-Regelung. In den Jahren 2012 bis 2016 seien in diesem Leistungsbereich jährlich durchschnittlich 123 KWK-Anlagen in Betrieb gegangen. Mit den für die KWK vorgesehenen Ausschreibungsvolumina erreiche man bestenfalls zehn Prozent davon.
 
Bei der jüngsten Ausschreibung bekamen vier Projekte einen Zuschlag. „Vier Zuschläge für KWK-Projekte – diese Zahl macht deutlich, dass das KWK-Ausschreibungsvolumen insgesamt viel zu niedrig ist“, kritisiert Kapferer.
 
Das gilt nicht nur für die Anlagenzahl, sondern auch für die installierte elektrische Leistung. Mit 150 MW Ausschreibungsvolumen pro Jahr werde nur knapp ein Drittel dessen zugebaut, was im Schnitt der Jahre 2012 bis 2016 an KWK-Leistung (475 MW) dazugekommen sei.
 
Diese Anlagen fehlen in den kommenden Jahren für die Bereitstellung der gesicherten Leistung. Das Ausschreibungsvolumen sollte daher bei normalen BHKW auf mindestens 200 MW erhöht werden, fordert der BDEW. Das Klimakabinett habe jetzt die Chance, die Weichen richtig zu stellen.
 

Armin Müller
Redakteur
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Freitag, 14.06.2019, 16:16 Uhr

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