• Baywa steigt ins LNG-Tankstellengeschäft ein
  • Corona schlägt auf die VIK-Indizes durch
  • Gwadriga trifft Vorbereitungen für 450-MHz-Netz
  • Wuppertal führt Depot-Management-System ein
  • Fristverlängerung nach Ausschreibungen möglich
  • Saathoff: "Der Wirtschaftsminister liefert nicht"
  • Energiewächter als Frühwarnsystem für Kommunen
  • Geringe Zuwächse bei der Direktvermarktung
  • Streit über Wassernutzungsrechte noch nicht geklärt
  • Vermiedene Treibhausgas-Emissionen durch erneuerbare Energien
Enerige & Management > Studien - Kosten für Stromspeicher sinken bis 2030 deutlich
Bild: Wemag
STUDIEN:
Kosten für Stromspeicher sinken bis 2030 deutlich
Eine Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger besagt, dass die Kosten für Energiespeicher bis zum Jahr 2030 deutlich sinken werden.
 
Strompeicher sind angesichts einer zunehmenden Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen unverzichtbar. Mit ihnen lassen sich die schwankenden Erträge aus Wind- und Solarkraft kompensieren und so eine zuverlässige Stromversorgung sicherstellen. Heutige Speicher sind jedoch noch zu teuer (mehr als 100 Euro pro MWh Kapazität) und technisch auch oft unausgereift.

Der Roland Berger-Studie „Business models in energy storage“ zufolge wird sich der Markt für Speichertechnologien in Zukunft jedoch stark verändern. „Der Erfolg der Energiewende ist ohne Energiespeicher nicht denkbar und deshalb werden diese Technologien verstärkt in den Markt drängen“, erklärt Torsten Henzelmann, Partner von Roland Berger. „Wir erwarten bis 2030 einen starken Innovationsschub, deutlich sinkende Kosten und somit profitable Geschäftsmodelle für Speichersysteme.“ Bis 2025 werde durch Solar- und Windenergie voraussichtlich eine Kapazität erreicht, mit der 90 % des Spitzenstrombedarfs in Europa gedeckt werden kann.

Neue Konkurrenz für Energieversorger

In der Studie untersuchten Experten verschiedene Technologien in 12 internationalen Fallbeispielen. Dabei zeigten sie die Einsatzmöglichkeiten und die Wirtschaftlichkeit von Speichern. Beispielsweise sei in Chile ein Pumpspeicherkraftwerk von 300 MW Kapazität geplant, das die Schwankungen einer örtlichen PV-Anlage ausgleichen soll. Die Konkurrenz auf dem Markt werde infolge sinkender Kosten zunehmen. Die Geschäftsmodelle neuer MItbewerber werden „die Strategien etablierter Energieversorger in Frage stellen“, ist sich Henzelmann sicher.

Speichertechnologien werden zudem auch Auswirkungen auf andere Branchen haben, erklären die Roland Berger-Experten. Denkbar ist etwa die Power-to-X-Technologie. Für die Chemieindustrie könne so eine Konkurrenz durch Stromversorger entstehen, wenn sie überschüssige Energie dazu nutzen, Gase herzustellen und auf dem Markt anzubieten. Unternehmen aus beiden Branchen sollten die Entwicklung beobachten und eventuelle Kooperationen eingehen, so die Studienautoren.

Die Studie können Sie unter https://www.rolandberger.com/publications/publication_pdf/roland_berger_energy_storage_final.pdf   einsehen.
 

Jonas Rosenberger
Redakteur
+49 (0) 8152 9311 18
eMail
facebook
© 2020 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 14.06.2017, 12:35 Uhr

Mehr zum Thema