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Enerige & Management > Photovoltaik - Kirche und Konzern zapfen Mecklenburgs Sonne in großem Stil an
Quelle: Fotolia/Thaut Images
PHOTOVOLTAIK:
Kirche und Konzern zapfen Mecklenburgs Sonne in großem Stil an
Partner aus dem Ländle und dem Nordosten wenden sich gemeinsam der Sonne zu: Die Wemag und die Landeskirche Württemberg haben Solarparks mit einer Gesamtleistung von 165 MWp errichtet.
 
Mit kirchlichem Beistand hat das Schweriner Versorgungsunternehmen Wemag gleich eine ganze Reihe von Kraftwerken errichtet, die den Energiespender Sonne nutzen. Bei der Eröffnungsfeier des bislang größten Wemag-Solarparks in Zietlitz (Mecklenburg) gaben das Energieunternehmen und sein Partner, die Landeskirche Württemberg, überraschend bekannt, insgesamt sieben EEG-geförderte Projekte mit zusammen 165 MWp gemeinsam zu realisieren.

Vor den Toren Rostocks logiert im Ortsteil Zietlitz der Gemeinde Dobbin-Linstow nun der mit 82,6 MWp leistungsstärkste Solarpark des bundesweit engagierten Ökoenergie-Versorgers. Bislang war in diesem Zusammenhang unerwähnt geblieben, dass das gemeinsame Projekt der beiden Investoren mit dem Namen „Balder“ insgesamt rund doppelt so groß ist.

 
Die Wemag und die Landeskirche in Württemberg sind Partner beim 82,6-MWp-Solarpark in Zietlitz (Mecklenburg)
Quelle: Wemag / Stephan Rudolph-Kramer

Bei den weiteren Anlagen mit zusammen 82,4 MWp handelt es sich um Standorte in den Regionen Ludwigslust, Grabow, Wittenburg, Güstrow und Neubrandenburg (alles Mecklenburg-Vorpommern), wie eine Wemag-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Einzelheiten zu den Parks halten die Partner noch unter Verschluss. So viel ist dennoch bekannt: Binnen zwei Jahren haben die Projektierer 500.000 Solarmodule verbaut, die auf etwa 150 Mio. kWh erzeugten Strom pro Jahr kommen. Damit können rechnerisch 37.000 Haushalte ihren Strombedarf decken, wodurch die Atmosphäre von rund 80.000 Tonnen CO2 verschont bleibt.

Der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist für den Standort Zietlitz, der sich auf einer ehemaligen Kiesgrube nahe einer Autobahntrasse befindet, wichtig, Ökonomie und Ökologie gleichermaßen zu fördern. „Auf den ausgekiesten Flächen ist nicht nur ein Kraftwerk entstanden, das zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt, sondern es wurden auch Feuchtgebiete angelegt, die gleichzeitig als Feuerlöschteiche und Habitate für Kleinlebewesen und Vögel dienen“, so Oberkirchenrat und Finanzdezernent Martin Kastrup. Er hatte bei anderer Gelegenheit auf den unterschiedlichen Nutzen der Solarparks hingewiesen. Mit dem Projekt „Balder“ wolle die Landeskirche einerseits die Schöpfung bewahren. Andererseits erwirtschaftet sie aus den Erträgen die Altersversorgung der Mitarbeitenden.
 

Volker Stephan
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Donnerstag, 09.09.2021, 16:31 Uhr

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