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Quelle: Fotolia
ENERGIEPREISE:
Kassel erhöht Preise und will für Entlastung sorgen
Auf die Kunden der Städtischen Werke kommen höhere Energiekosten zu. Die Stadt Kassel plant im Gegenzug Entlastungsmaßnahmen für die Bürger.
 
Um die finanziellen Belastungen in der kommenden Heizperiode für die Kasseler Einwohner sowie die Kundinnen und Kunden der Städtischen Werke AG in der Strom- und Gasversorgung abzufedern, sollen auf Initiative von Oberbürgermeister Christian Geselle verschiedene Entlastungspakete auf den Weg gebracht werden.

„Die Kosten für Strom und Heizung sind für viele Menschen schon jetzt zu einer großen finanziellen Last geworden − und zum kommenden Winter hin sind durch die Lage an den internationalen Energiemärkten weiter steigende Preise zu befürchten“, erklärte Geselle. Da könne man nicht tatenlos zusehen.

Als Aufsichtsratsvorsitzender der Städtischen Werke habe er deshalb bewirkt, dass die Strom- und Gaskunden von kostengünstigeren Sonderverträgen „Kassel Strom plus“ und „Kassel Gas plus“ mit einer Energiepreis-Garantie bis 31. Mai 2023 profitieren können, so Geselle. „Wir wollen, dass die Kunden planungssicher und preisstabil durch den nächsten Winter kommen.“

Die Städtischen Werke werden aufgrund der extrem gestiegenen Beschaffungskosten an den Energiemärkten zum 1. Juni 2022 eine Anpassung der Konditionen für Kunden in der Strom- und Gasversorgung durchführen, wie es in einer Mitteilung des Versorgers heißt. Gleichzeitig will man dann zu einem einheitlichen Grundversorgungstarif zurückkehren. Neukunden, die seit Dezember von den Städtischen Werken beliefert werden, können dann mit einer Entlastung rechnen.

Um die Preiserhöhungen weiter abzumildern, ist für Einwohnerinnen und Einwohner mit Erst- und Hauptwohnsitz in Kassel ein einmaliger städtischer Energiezuschuss geplant. Geselle: „Ich werde dazu den städtischen Gremien zeitnah empfehlen, über ein kommunales Zuschusspaket zu beraten und zu entscheiden.“ Wie dies im Detail ausgestaltet ist, werde er zunächst den Gremien vorstellen.

Laufzeitttarife bis 2023 als günstigere Option

Beim Strom liegt der neue Preis für Kunden in der Grundversorgung ab 1. Juni 2022 bei 39,046 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das ist ein Plus von rund 25 %. Als günstigere Option gibt es Laufzeitverträge mit einer Preisgarantie bis 31. Mai 2023. Zusätzlich sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher bei den Stromkosten durch den Wegfall der EEG-Umlage ab dem 1. Juli 2022 entlastet werden.
 
Beim Erdgas werden im Grundversorgungstarif ab 1. Juni 12,159 Cent je kWh fällig – für Verbräuche ab 10.416 kWh jährlich. Hier beläuft sich die Erhöhung auf 56 %. Wie beim Strom gibt es einen günstigeren Vertrag mit längerer Laufzeit und einer Preisgarantie bis Ende Mai 2023.

Der Vorstandsvorsitzende der Städtischen Werke, Michael Maxelon, erklärte zur Entwicklung: „Sobald die Energiemärkte nachgeben und die Preise für Strom und Gas sinken, werden wir das unmittelbar an unsere Kunden weitergeben.“
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Dienstag, 19.04.2022, 11:06 Uhr

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