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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Inn-Ergie baut das Ladesäulennetz in Oberbayern aus
Bild: E&M / Drewnitzky
ELEKTROFAHRZEUGE:
Inn-Ergie baut das Ladesäulennetz in Oberbayern aus
Der regionale Versorger Inn-Ergie hat im Raum Rosenheim jetzt sechs Ladesäulen für E-Autos in Betrieb. Weitere sollen folgen.
 
Als elektomobile Speerspitze entpuppte sich bei der Vorstellung der E-Mobilitätsziele von Inn-Ergie in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) dessen Bürgermeister Rainer Auer: Er fährt nicht nur einen E-Dienstwagen, für den hinter dem Rathaus eine der beiden Ladesäulen der Gemeinde steht. Auch privat ist Auer mit einem Stromauto unterwegs, und für die kürzeren Strecken benutzt er ein E-Bike, auf dem er in den vergangenen zwei Monaten 900 Kilometer abgeradelt hat.

Wichtig ist für ihn die Tatsache, dass die Energie für die Ladepunkte ausschließlich aus erneuerbaren Energien kommt, in diesem Fall aus Wasserkraft. Seine Gemeinde wolle jedenfalls das Thema Verkehrswende angehen und aktiv gestalten.

Die zweite Ladesäule von Stephanskirchen befindet sich im Gewerbegebiet und wird, wie Helmut Schmidbauer von der Inn-Ergie-Geschäftsführung erläuterte, schon recht gut genutzt. Für ihn ist klar, dass man die E-Mobilität stärken muss, damit das Klimapaket der Bundesregierung ein Erfolg wird. Er lobte die Zusammenarbeit mit den kommunalen Partnern und kündigte Gespräche mit weiteren Gesellschaftergemeinden an, um das Ladenetz noch enger zu knüpfen.

Schmidbauers Geschäftsführer-Kollege Sebastian Ranner verwies darauf, dass man bereits vor zwei Jahren damit begonnen hat, den Gemeinden das Ladesäulenthema schmackhaft zu machen. Ziel sei es immer gewesen, vorauszugehen, auch wenn noch nicht genug E-Fahrzeuge unterwegs waren. „Wir wollen mit der Entwicklung mithalten und uns an die Kundenwünsche anpassen“, kündigte er an. Zugleich verwies er auf das Zusammenspiel der verschiedenen Anlagentypen: Schnelllademöglichkeiten an den Autobahnen, mit denen der Akku schon in einigen Minuten wieder fit ist, seien genauso wichtig wie Stationen in den Gemeinden oder zu Hause.

Mittlerweile gibt es neben Stephanskirchen Ladesäulen in Kolbermoor, Oberaudorf, Raubling und Schechen. Dort können jeweils zwei E-Autos gleichzeitig mit einer Leistung von 22 kW geladen werden. Auch an die Zusammenarbeit mit Gewerbebetrieben, die sich für Ladeeinrichtungen interessieren, ist gedacht.

Inn-Ergie hat nicht nur die Installation übernommen, der Versorger kümmert sich auch um den Betrieb der Anlagen. Die Benutzung ist einfach: Die Stationen werden per Smartphone-App freigeschaltet oder mit einer RFID-Karte im Scheckkartenformat. Josef Lipp von Energie Südbayern verwies auf die Integration der Ladesäulen in den Roaming-Verbund von ladenetz.de, so dass sie allen Autofahrern zur Verfügung stehen.
 
 

Günter Drewnitzky
© 2019 Energie & Management GmbH
Freitag, 22.11.2019, 14:56 Uhr

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