• Geringe Erneuerbaren-Einspeisung hält Strompreis oben
  • Einwendungen gegen Lubminer LNG-Terminal
  • Wieder Streik bei Vestas
  • EnBW verteuert Ladestrom um 27 Prozent
  • Steinkohlefolgestiftung wählt Laschet zum Vorsitzenden
  • Die meisten Verbraucher kennen Strom- und Gaspreis nicht
  • Windbranche: Wasserstoff hat für uns nur geringe Bedeutung
  • Preisbremsengesetz geht an Bundestag und Bundesrat
  • Keine "One-Size-Fits-All-Lösung" für den Wärmemarkt
  • Neues Stromhandelshaus in Hamburg
Enerige & Management > Windkraft Offshore - Infrastruktur-Investor benennt WPD Offshore um
Quelle: Shutterstock / Thampapon
WINDKRAFT OFFSHORE:
Infrastruktur-Investor benennt WPD Offshore um
Der US-Investor GIP erweitert die Geschäftsführung der ehemaligen Offshore-Tochter des Windpark-Entwicklers WPD. Und er benennt seine Neuerwerbung um.
 
Der New Yorker Infrastrukturfonds-Betreiber Global Infrastructure Partner (GIP) hat die im Mai von WPD erworbene Bremer Offshore-Sparte in "Skyborn Renewables GmbH" umbenannt und die Geschäftsführung erweitert. Aus einer Mitteilung vom 16. September zum Abschluss der Transaktion geht hervor, dass sich um den CEO Achim Berge Olsen, der bei der früheren Mutter WPD COO gewesen war, folgende Geschäftsführer scharen:
  • Joao Metelo als Chief Investment & Financial Officer (CIFO),
  • die beiden Chief Operating Officers (COO) Thomas Karst und Morten Melin, wobei Letzter, seit 25 Jahren in der Offshore-Branche, erst im März 2023 antritt,
  • Lars Muck, Chief Technology Officer (CTO)
  • von November 2022 an die Juristin Cathrin Browne als Syndika ("General Counsel", GC).
Die WPD AG hatte ihre Offshore-Tochter im Mai zu 100 % an GIP verkauft, um sich auf Onshore und Solarenergie zu konzentrieren. Das eigene Portfolio hat sich durch die Abstoßung nachträglich auf 2.500 MW verringert. Es soll sich bis 2024 von da aus verdoppeln. Die WPD-Gruppe ist in 30 Ländern in Europa und Asien sowie in Chile und den USA tätig.

Das größte Projekt in der deutschen Ostsee

Die ehemalige WPD Offshore GmbH ist einer der deutschen Offshore-Pioniere. Sie hat nach Angaben der Transaktionspartner bislang 7.000 MW in der See entwickelt. Das aktuelle Portfolio von WPD umfasst die Beteiligungen an fünf in Betrieb oder im Bau befindlichen Windparks vor Deutschland, Frankreich und Taiwan. Dazu gehört auch der produzierende Windpark "Butendiek" vor Sylt (288 MW).
  In der Pipeline befinden sich weitere mehr als 30.000 MW in verschiedenen Entwicklungsstadien, nicht zuletzt das größte Windfarm-Vorhaben für die deutsche Ostsee überhaupt, "Gennaker" (900 MW) vor dem Darß, für das die damalige WPD Offshore im Juli die Turbinen bestellt hatte (wir berichteten). Zusätzlich zum Bremer Hauptsitz soll in Hamburg ein Büro aufgebaut werden.

Mit der neuen Gesellschaft will GIP mit Sitz in New York City einen eigenen "globalen Offshore-Windanbieter aufbauen". Skyborn ist in 15 europäischen und asiatischen Märkten tätig. GIP ist spezialisiert auf Infrastrukturanlagen und -gesellschaften. Das Unternehmen hält Solar-, Wind-, Wasserkraft- und Batteriespeicheranlagen mit einer Betriebskapazität von 15.000 MW "und mehr als 120.000-MW-Anlagen, die sich im Bau oder in der Entwicklung befinden."
 

Georg Eble
Redakteur
+49 (0) 8152 9311 44
eMail
facebook
© 2022 Energie & Management GmbH
Montag, 19.09.2022, 15:12 Uhr

Mehr zum Thema