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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Industrie- und Gewerbegebiete sollen Windradstandort werden
Blick auf den Windpark Streume Quelle: Lutz Weidler (LKW)
WINDKRAFT ONSHORE:
Industrie- und Gewerbegebiete sollen Windradstandort werden
Mehr Flächen für Windkraftanlagen an Land könnten in Industrie- und Gewerbegebieten erschlossen werden, schlägt die Branche vor. Dafür würden Änderungen im Baurecht helfen.
 
Vor dem Hintergrund der Diskussion um verbindliche Flächenziele in den Bundesländern fordert der Bundesverband Windenergie (BWE), die Zulässigkeit von Windenergieanlagen in Industrie- und Gewerbegebieten zu erleichtern. Dazu stellt der Verband in einem ersten Aufschlag Änderungen in der Baunutzungsverordnung und dem Baugesetzbuch vor. Mit diesen Änderungen soll der Bau von Windenergieanlagen in Gewerbegebieten und anderen sonstigen Sondergebieten erweitert werden, was insbesondere den Stadtstaaten das Erreichen der Ausbauziele erleichtern könnte.

„Gerade bestehende oder neue Gewerbe-, Industrie- und Sondergebiete müssen neu in den Fokus genommen werden“, erläuterte BWE-Präsident Hermann Albers. Dies helfe, die Ausbauziele der Bundesregierung zu erreichen und die Bereitstellung von kostengünstigem grünen Strom aus Windenergieanlagen für Haushalte, Gewerbe, Mobilität und Industrie zu erhöhen. Es gelte, alle Flächenpotenziale zu mobilisieren.

Heute sei Zulässigkeit von Windkraft in Gewerbegebieten noch eine Ausnahme. „Daher sollte in der Baunutzungsverordnung ausdrücklich aufgenommen werden, dass erneuerbare Energieanlagen in Industriegebieten und in Gewerbegebieten zulässig sind“, forderte Albers. Zusätzlich müssten Höhenbegrenzungen für Windenergieanlagen für unzulässig erklärt werden, die bisher die Nutzung von Flächen blockieren oder wesentlich beschränken. „Eine flankierende Klarstellung im Baugesetzbuch kann sicherstellen, dass Gewerbe- und auch sonstige Sonderflächen für Windenergieanlagen nutzbar werden“, so der BWE-Präsident.

Die BWE-Empfehlungen zur Windkraft im Gewerbegebiet   stehen als PDF zum Download bereit.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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