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Enerige & Management > Klimaschutz - IEA sieht Stabilisierung der Emissionsentwicklung bestätigt
Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger
KLIMASCHUTZ:
IEA sieht Stabilisierung der Emissionsentwicklung bestätigt
Einer Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge haben sich die weltweiten Treibhausgas-Emissionen und das Wirtschaftswachstum weiter entkoppelt.
 
Der energiebedingte CO2-Ausstoß hat sich nach Angaben der IEA im vergangenen Jahr mit 32,1 Mrd. t gegenüber 2014 kaum verändert. Damit sind die Emissionen bereits zum zweiten Mal in Folge stabil geblieben. „Die neuen Daten für das vergangene Jahr überraschen, sind aber gute Nachrichten“, sagte IEA-Chef Fatih Birol. Nun lägen die Daten aus zwei Jahren vor, in denen sich die Treibhausgas-Emissionen vom Wirtschaftswachstum entkoppelt haben. Dies sei wenige Monate nach Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens ein wichtiger Impuls für den weltweiten Kampf gegen den Klimawandel, so Birol.

Im Wesentlichen geht die entschleunigte Emissionsentwicklung nach Angaben der IEA auf den Ausbau regenerativer Energien zurück. Bei den neu installierten Erzeugungsanlagen entfielen 2015 rund 90 % auf regenerative Energien, wobei die Windenergie allein die Hälfte dieser Neuinstallationen für sich verbuchen konnte. Parallel dazu sei die Weltwirtschaft im gleichen Zeitraum um 3 % gewachsen, dies zeige, dass sich der Zusammenhang zwischen Emissionsentwicklung und Wirtschaftswachstum weiter abschwäche, heißt es in dem IEA-Bericht.

Die Emissionsentwicklung spiegelt auch einen Strukturwandel bei den größten CO2-Emittenten wider. In China gingen die energiebedingten Emissionen im letzten Jahr um 1,5 % zurück, weil sich die Volkswirtschaft weg von den energieintensiven Industrien hin zur Dienstleistungsgesellschaft und der Entwicklung innovativer Produkte weiterentwickelt. Nach Angaben der IEA kommt die Kohle im chinesischen Strommix inzwischen auf einen Anteil von weniger als 70 %, dies sind 10 % weniger als noch vor vier Jahren. Zugleich nahm der Anteil CO2-armer Erzeugung von 19 auf nunmehr 28 % zu, weil vermehrt Wasserkraft und Windenergie zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Auch in den USA sind die Emissionen laut IEA im letzten Jahr um rund 2 % gesunken, nachdem die Stromerzeugung in Kohlekraftwerken vermehrt von Gaskraftwerken ersetzt wird.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 16.03.2016, 11:08 Uhr

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