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Enerige & Management > Studie - IEA bestätigt Trend zur Dekarbonisierung
Bild: Fotolia.com, caruso13
STUDIE:
IEA bestätigt Trend zur Dekarbonisierung
Niedrige Ölpreise bremsen die weltweiten Investitionen in der Energiebranche. Stabil bleiben laut Internationaler Energieagentur (IEA) hingegen die Ausgaben für regenerative Energien.
 
Die globalen Investitionen in den Energiesektor sind im letzten Jahr um 8 % auf 1,8 Billionen US-Dollar oder umgerechnet 1,6 Billion Euro, gesunken. Die IEA begründete diesen Rückgang vor allem mit dem niedrigen Ölpreisniveau, weshalb vor allem in Nordamerika weniger Geld in die kostenintensiven neuen Fördermethoden gesteckt worden sei. So gaben die Investitionen in die Förderung von Schiefergas in den letzten zwei Jahren um 52 % nach, berichtet die IEA in ihrem am 14. September vorgestellten Bericht „World Energy Investment 2016“. Der Öl- und Gassektor macht mit 45 % des gesamten Investitionsvolumens immer noch den größten Einzelposten der Energie-Investitionen aus. Nach dem Rohöl bleibt Kohle weiterhin der zweitwichtigste Energieträger. Zu den sinkenden Investitionen hat aber auch die Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums beigetragen, weshalb die Nachfrage nach Öl, Gas und Kohle rückläufig ist, so die IEA. Durch die Dominanz des tertiären Sektors in den europäischen Volkswirtschaften, in Japan und den USA schwächt sich die Koppelung von Energienachfrage und Wachstum des Bruttoinlandsprodukts weiter ab. Durch diese strukturellen Veränderungen werden laut IEA Investitionen in Energieeffizienz-Maßnahmen weiter gestärkt, die im letzten Jahr um 6 % auf knapp 196 Mrd. Euro gestiegen sind. Aufgrund der günstigen Kraftstoffpreise werden die Effizienzmaßnahmen oftmals durch den Kauf von Fahrzeugen mit hohem Kraftstoffverbrauch aber konterkariert.

 Im Bereich der erneuerbaren Energien wurden im letzten Jahr etwa 258 Mrd. Euro investiert, damit liegen die Investitionen stabil auf dem Vorjahresniveau. Durch verbesserte Technologien konnte hier aber ein Anstieg der Energieproduktion festgestellt werden. Diese Entwicklung sei wichtig, um die Ziele des Pariser Klimagipfels erreichen zu können, teilte die IEA mit. Vor diesem Hintergrund ist auch zuverstehen, warum im letzten Jahr mit rund 18,7 Mrd. Euro so viel Geld in den Ausbau der Kernenergie geflossen ist, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Insbesondere China habe in diesem Bereich investiert, heißt es in dem IEA-Bericht, der diesem Sektor im vergangenen Jahr einen Kapazitätszuwachs von 10 000 MW attestiert.
Der IEA-Bericht zur den weltweiten Energie-Investitionen ist in diesem Jahr erstmals erstellt worden und soll künftig jährlich aktualisiert werden, teilte die IEA in Paris mit.

Der vollständige 177 Seiten umfassende Bericht ist kostenpflichtig, eine kostenlose Zusammenfassung kann unter www.iea.org   betrachtet werden.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 14.09.2016, 12:05 Uhr

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