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Enerige & Management > Energiemanager Des Jahres - "Ich bin stolz auf mich und 50 Hertz"
Bild: Jan Pauls/50Hertz
ENERGIEMANAGER DES JAHRES:
"Ich bin stolz auf mich und 50 Hertz"
In Berlin wurde Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz, der Preis „Energiemanager des Jahres“ überreicht.
 
Gut gelaunt erklomm der küntige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier das Podium in Berlin. Er habe den Termin gerne wahrgenommen, sagte der Unionspolitiker. Denn die Energiewende fasziniere ihn seit Jahren, trotz der damit verbundenen Baustellen. Er begrüße daher auch die Initiative „Energiemanager des Jahres“, um bedeutende Personen der Energiewirtschaft zu würdigen. Er freue sich, so Altmaier zu Schucht, dass „wir sie an diesem Abend ehren dürfen“.
 
Der künftige Bundeswirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier hielt die Laudatio.
Bild: Jan Pauls/50Hertz

Vor und während seiner Zeit als Umweltminister (2012−2013) sei die Person Schucht schon allgegenwärtig in der Energiewirtschaft gewesen. Schucht stehe im wahrsten Sinne des Wortes ständig unter Spannung, strahle aber trotzendem Ruhe aus. „Wann immer man Sie trifft, Sie verströmen positive Energie”, so Altmaier. Der von Schucht geleitete Übertragungsnetzbetreiber zeichne sich ebenfalls durch Kompetenz und souveränes Auftreten aus.

„Ich bin stolz, dass die Wahl auf mich und 50 Hertz gefallen ist“, sagte Schucht. Er verstehe den Preis nicht nur als Wertschätzung für seine Person, sondern als Auszeichnung für das gesamte Unternehmen und seine Mitarbeiter. „Wir sind ein tolles Team und ich glaube, wir können noch viel gemeinsam erreichen.“ 50 Hertz habe in den vergangenen acht Jahren rund 4 Mrd Euro investiert, um die Energiewende möglich zu machen. So etwas gehe nur mit dem Vertrauen der Gesellschafter. Und genau dieses Vertrauen bekomme er und 50 Hertz von seinen Gesellschaftern, dem belgischen Stromnetzbetreiber Elia und dem australischen Pensionsfonds IFM. „Der Anspruch von 50 Hertz wird auch weiterhin sein, dass wir nach Lösungen suchen und die Energiewende konstruktiv begleiten.“

 
Preisverleihung des Energiemanagers des Jahres 2018 in Berlin. Boris Schucht kündigte an, gemeinsam mit seinem Team noch viel erreichen zu wollen.
Bild: Jan Pauls/50Hertz


Helmut Sendner, Herausgeber und Verleger von Energie & Management sowie Initiator des Preises, führte durch den Abend. In seinen gewohnt launigen Worten spielte er auf den geplanten Einstieg eines chinesischen Netzbetreibers bei 50 Hertz an. Das Interesse der Chinesen an dem Übertragungsnetzbetreiber gehe in erster Linie auf die Auszeichnung an Schucht zurück. „Denn in Peking war zu lesen, dass Sie Energiemanager des Jahres werden, und da dachten sich die Funktionäre dort, das muss ein gutes Unternehmen sein.” Sendner würdigte die unideologische Art von Schucht. Mit der Integration der erneuerbaren Energien in das Stromnetz sorgten er und 50 Hertz für Versorgungssicherheit in Deutschland und über die Grenzen hinaus.

Den Preis Energiemanager des Jahres gibt es seit 2001. Er wird von E&M sowie den Partnern, der Kanzlei Becker, Büttner, Held (BBH) und der Unternehmensberatung K.Group, verliehen. Bestimmt wird der Preisträger von einer 13-köpfigen unabhängigen Expertenjury. Diese wählte Schucht wegen seines „engagierten, ideologiefreien Netzausbaus zur Integration von Ökostrom in das Übertragungsnetz”, so die Begründung.

Schucht, geboren 1967, leitet seit 2010 den Übertragungsnetzbetreiber mit rund 1 000 Mitarbeitern. Der studierte Maschinenbauingenieur war zuvor kaufmännischer Vorstand des Energieversorgers Wemag in Schwerin. Weitere Stationen waren beim Vattenfall-Konzern in Berlin.

Die Teilnahme an der Veranstaltung in Berlin ließen sich zahlreiche Persönlichkeiten aus der Energiewirtschaft nicht nehmen, wie beispielsweise die beiden ehemaligen Preisträger Johannes van Bergen (2012 als Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Schwäbisch Hall) und Klaus Rauscher (2005 als Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG). Auch BDEW-Präsident Johannes Kempmann und BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer, der auch Jurymitglied ist, waren unter den rund 150 Feiergästen.
 

Stefan Sagmeister
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Donnerstag, 08.03.2018, 14:55 Uhr

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