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Enerige & Management > Stromspeicher - Hohe Wachstumsraten bei Speicherkapazitäten
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
STROMSPEICHER:
Hohe Wachstumsraten bei Speicherkapazitäten
Die britischen Marktforscher von „Delta Energy & Environment“ beziffern den Anstieg der Speicherkapazitäten in Europa im vergangenen Jahr um 49 % auf 589 MWh.
 
Einer Studie zufolge, die Delta im Auftrag der European Energy Storage Association (EASE) erstellt hat, betrug damit Ende 2017 die installierte Gesamtkapazität ohne Pumpspeicherkraftwerke 1,6 Mio. kWh.

Laut Valts Grintals, Senior Analyst beim Unternehmen aus dem schottischen Edinburgh, hätte der Zuwachs noch höher ausfallen können. Doch einige Projekte, vor allem mit netzgekoppelten Speichern hätten sich von 2017 auf 2018 verzögert. „Dies wurde aber durch einen unerwartet starken Heimspeichermarkt kompensiert“, so Grintals.

Im laufenden Jahr werden die verzögerten Projekte ans Netz gehen und seiner Einschätzung nach zahlreiche neue Großspeicherprojekte gestartet werden, so dass ein ähnliches Wachstum (45 %) wie im Jahr 2017 zu erwarten sei. Außerdem schätzt der Analyst die Aussichten für Speicher im Gewerbe und in der Industrie „sehr positiv“ ein. Während in Italien der Heimspeichermarkt die größten Zuwächse zu verzeichnen habe, bleibe Deutschland klar in Führung.

Eine Studie, die im März im Rahmen der diesjährigen Energy Storage in Düsseldorf vom Bundesverband Energiespeicher (BVES) vorgestellt wurde, schätzt die im deutschen Heimspeichermarkt installierte Batteriespeicher-Leistung bis Ende 2018 auf 385 MW. Im Jahr 2017 waren es 280 MW.

Der Untersuchung des Beratungshauses Team Consult zufolge waren im März dieses Jahres rund 85 000 Batteriespeicher-Systeme in deutschen Haushalten installiert. Die Leistung der Großbatterien zur Netzstabilisierung in Deutschland betrug 2017 insgesamt 178 MW. Mit den für 2018 angekündigten Projektfertigstellungen in diesem Segment könnten Ende 2018 bereits 433 MW zu Buche stehen.
 

Fritz Wilhelm
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Mittwoch, 11.07.2018, 13:57 Uhr

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