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Enerige & Management > Gasnetz - Hamburg verschafft sich Zeit
Bild: Fotolia.com, WestPic
GASNETZ:
Hamburg verschafft sich Zeit
Die Freie und Hansestadt Hamburg und der Netzbetreiber Hansewerk, ehemals Eon Hanse, haben sich auf eine Verlängerung der Sonderkündigungsfrist für die Hamburger Gasnetzkonzession verständigt. Dies verschafft beiden Seiten mehr Zeit für die Verhandlungen zum Rückkauf des Gasnetzes durch die Stadt.
 
Hamburg verhandelt seit mehr als einem Jahr über den Rückkauf des Gasnetzes in der Elbmetropole. Im September vergangenen Jahres hatte die Initiative „Unser Hamburg - unser Netz“ einen Volksentscheid zum vollständigen Rückkauf der Energienetze erfolgreich durchgeführt. Beim Stromnetz konnte Hamburg relativ schnell mit Vattenfall einen Rückkauf des Stromverteilnetzes aushandeln. Am 12. November wurde, wie E&M Powernews bereits berichtete, die Stromnetzkonzession für die nächsten 20 Jahre an die städtische Gesellschaft vergeben.

Unterdessen gestalten sich die Verhandlungen zum Rückkauf des Gasnetzes offenbar schwieriger. Bis Ende November hat die Stadt ein Sonderkündigungsrecht für die Konzession des Gasnetzes. Diese Frist wurde nun bis Ende Dezember verlängert, um mehr Zeit für weitere Gespräche zu gewinnen, bestätigte ein Hansewerk-Sprecher gegenüber E&M Powernews.

Sollten die Verhandlungen scheitern, müsste die Stadt von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, um die Gasnetzkonzession nach 2018 neu vergeben zu können. Bislang ist die Stadt mit 25,1 % an der Hamburg Netz GmbH beteiligt, die anderen 74,9 % der Anteile hält das Hansewerk. Die Gesellschaft betreibt in der Hansestadt das rund 7 300 km lange Gasnetz, dessen Wert auf rund 320 Mio. Euro geschätzt wird. Sollte eine Übernahme der Hansewerk-Anteile scheitern, müsste sich die Stadt mit einer eigenen Netzgesellschaft um die neue Gasnetzkonzession bewerben. Während der Hansewerk-Sprecher keine Angaben zu den laufenden Verhandlungen machen wollte, erwarten Beobachter, dass die Stadt mit der Übernahme der Hansewerk-Anteile aber auch die entsprechende Expertise einkaufen wird. Am 15. Februar 2015 wird die Hamburger Bürgerschaft neu gewählt. Der SPD-Senat hatte nach der Niederlage im Volksentscheid eine konsequente und schnelle Umsetzung des Bürgerwillens versprochen.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Dienstag, 18.11.2014, 11:27 Uhr

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