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Enerige & Management > Stromnetz - Hamburg verhandelt länger über Netz-Rückkauf
Bild: Fotolia.com, Gina Sanders
STROMNETZ:
Hamburg verhandelt länger über Netz-Rückkauf
Mit der Verlängerung der Kündigungsfristen erhalten die Stadt und der Energiekonzern Vattenfall mehr Zeit für die Verhandlungen über den Rückkauf der Energienetze.
 
Zwischen der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement HGV und Vattenfall Europe ist eine Verlängerung der Kündigungsfrist für die gemeinsame Partnerschaft zum Betrieb des Stromnetzes und des Fernwärmenetzes bis Mitte Februar vereinbart worden. Das teilte die Finanzbehörde Hamburg mit. Ursprünglich hätte nach der Annahme des Volksentscheids „Unser Hamburg - Unser Netz“ am 22. September die Partnerschaft bis Mitte Dezember gekündigt werden müssen. Mit der Fristverlängerung sollen die beiden Unternehmen nun mehr Zeit für Verhandlungen über den vollständigen Rückkauf der Strom- und Fernwärmenetze bekommen. Auch die Ausübungsfrist für das Rücktrittsrecht der Stadt vom Sondernutzungsvertrag Wärme sowie die Prozessvereinbarung zum Ruhen des Klageverfahrens zur Endschaftsregelung aus der 1994 an die von Vattenfall übernommenen Hamburgischen Elektrizitäts-Werke HEW wurde nach Behördenangaben entsprechend verlängert.

Beobachter werten die Fristverlängerungen als Zeichen, dass Vattenfall nun einen Verkauf seiner Anteile von 74,9 % an der Strom- und der Fernwärmegesellschaften an die Stadt nicht mehr kategorisch ausschließt. „Es ist ein positives Zeichen, dass die Gespräche fortgesetzt werden“, sagte der SPD-Fraktionschef Andreas Dressel im Hamburger Abendblatt.

Hamburg hatte sich mit jeweils 25,1 % an den Netzgesellschaften für das Stromverteilnetz, das Gasnetz und das Fernwärmenetz beteiligt, wurde durch den Volksentscheid aber mit dem vollständigen Rückkauf der Netze in kommunale Hand beauftragt. Die Stadt hat noch bis zum 15. Januar Zeit, ihr Interesse an der Stromkonzession zu bekunden und für die Bewerbung um die Konzession eine eigene städtische Gesellschaft zu gründen.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Montag, 16.12.2013, 11:25 Uhr

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