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Enerige & Management > Gasnetz - Hamburg erzielt Einigung zum Gasnetz-Rückkauf
Bild: Fotolia.com, WestPic
GASNETZ:
Hamburg erzielt Einigung zum Gasnetz-Rückkauf
Die Freie und Hansestadt Hamburg kann die Gasnetzbetreibergesellschaft Hamburg Netz GmbH zum 1. Januar 2018 vollständig übernehmen.
 
Der Hamburger Senat setzt drei Monate vor der nächsten Bürgerschaftswahl den Volksentscheid zum Rückkauf der Energienetze vom 22. September vergangenen Jahres erfolgreich um: Mit dem Netzbetreiber Hansewerk, ehemals Eon Hanse, konnte die Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) eine Einigung zur vollständigen Übernahme des Hamburger Gasnetzes erzielen. Das bestätigte die Hamburger Finanzbehörde am 1. Dezember. Hamburg hatte sich über die HGV bislang zu 25,1 % an der Hamburg Netz GmbH beteiligt und so bereits Einfluss auf die Entwicklung des Gasnetzes nehmen können. Für die restlichen 74,9 % der Anteile sollen nun zum 1. Januar 2018 insgesamt 275 Mio. Euro an Hansewerk überwiesen werden. Bis dahin wollen beide Partner ihr bisheriges Beteiligungsverhältnis fortsetzen. Der Übernahme müssen bis zum 22. Dezember noch der Hamburger Senat und der Aufsichtsrat des Hansewerks zustimmen.

Konkret wurde eine einseitige Übernahmeoption der Stadt für Oktober 2017 vereinbart. Bei Ausübung dieser Option durch Hamburg sollen die bei Hansewerk für das Hamburger Gasnetz beschäftigen rund 500 Mitarbeiter und Auszubildenden in die Netzgesellschaft wechseln, die sich dann ab 1. Januar 2018 im vollständigen Besitz der Stadt befindet und auch um die nächste Gasnetzkonzession bewerben wird.

Das Hamburger Gasverteilnetz hat eine Länge von 7 300 km, der Wert der Anlagen wurde in verschiedenen Gutachten auf rund 320 Mio. Euro taxiert. Diese Gutachten waren nun auch die Grundlage für die Preisverhandlungen zwischen der Stadt und dem Hansewerk. Mitte November hatten die beiden Verhandlungspartner noch eine Sonderkündigungsfrist für die Hamburger Gasnetzkonzession bis zum Jahresende verlängert, um mehr Zeit für die Verhandlungen zu bekommen. Wären die Verhandlungen gescheitert, hätte die Stadt die Gasnetzkonzession kündigen müssen, um sich zur Umsetzung des Volksentscheids mit einer eigenen Netzgesellschaft neu auf die Konzession bewerben zu können.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Dienstag, 02.12.2014, 10:32 Uhr

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