• Zusammenfassung der deutschen Tagesmeldungen vom 07. August
  • Strom: Kalenderjahr weiter hoch
  • Gas: Die Preise klettern mit großen Schritten
  • 17,5 Mio. Euro für Power-to-Methan-Technologie
  • Hamburg schafft 50 Brennstoffzellenbusse an
  • Stadtwerke Bayreuth leiden unter Querfinanzierung
  • LEW Verteilnetz installiert 100.000ste LED-Straßenleuchte
  • Frank Reiners vertritt OGE in Europäischer Wasserstoffallianz
  • Edna wirbt für pragmatische Ü20-Solar-Anschlussregelung
  • Sonnenpfad erläutert größte Solarthermieanlage
Enerige & Management > Gaskraftwerke -  GuD für Energiewende am Oberrhein
Bild: Fotolia.com, Ralf Urner
GASKRAFTWERKE:
GuD für Energiewende am Oberrhein
Das Aachener Stadtwerkenetzwerk Trianel und die Kraftstoffraffinerie MiRO wollen den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks in Karlsruhe prüfen.
 
Das GuD-Kraftwerk Oberrhein am Standort der MiRO in Karlsruhe könnte eine elektrische Leistung von 800 bis 1 200 MW haben, die Investition wird auf rund 900 Mio. Euro geschätzt. Nach der für Ende 2019 geplanten Stilllegung des nur 20 km rheinabwärts gelegenen Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg könnte die Anlage einen wichtigen Beitrag zur stabilen Stromversorgung Süddeutschlands leisten, betonen die Partner Trianel und MiRO. Der ganzjährig hohe Wärmebedarf der größten und modernsten Kraftstoffraffinerie Deutschlands mache es möglich, im KWK-Betrieb bis zu 90 % des eingesetzten Brennstoffs zu nutzen. Gleichzeitig könne das flexible Gaskraftwerk die Schwankungen bei der Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien ausgleichen.

„Das Projekt zeichnet sich durch die Alleinstellungsmerkmale Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit aus und ist somit ein wichtiger Beitrag zur Energiewende“, lobt Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH. Trotz dieser ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteile könne eine Investitionsentscheidung aber erst unter langfristig stabilen energiepolitischen Rahmenbedingungen getroffen werden, Planungen seien aber bereits jetzt sinnvoll.

Zunächst wollen die Partner das Gemeinschaftsprojekt in Karlsruhe und in den Nachbargemeinden in öffentlichen Veranstaltungen vorstellen und so einen offenen Dialog mit allen Beteiligten einleiten. Bereits im Frühjahr wurde die Energie Baden-Würtemberg AG (EnBW) über das Projekt informiert, die ersten Gespräche seinen positiv verlaufen. Auch mit den Stadtwerken Karlsruhe wolle man unverzüglich Kontakt aufnehmen, um auf der bisher exzellenten Zusammenarbeit aufzubauen, heißt es seitens der MiRO.
 

Jan Mühlstein
© 2020 Energie & Management GmbH
Montag, 08.07.2013, 16:05 Uhr

Mehr zum Thema