E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Vertrieb - Grundversorgungstarife in Bonn sinken deutlich
Quelle: Pixabay / Stefan Schweihofer
Vertrieb

Grundversorgungstarife in Bonn sinken deutlich

Die Stadtwerke Bonn setzen die Preise für Strom und Gas in der Grundversorgung deutlich herab. Auch in anderen Tarifen sollen sich die gesunkenen Beschaffungskosten niederschlagen.
Preisanpassung zum 1. April: Die Bonner Stadtwerke-Tochter SWB Energie und Wasser senkt zum Frühling die Tarife für Strom und Erdgas. „Unsere Beschaffungskosten haben sich verringert“, erklärt der Geschäftsführer des Versorgers, Olaf Hermes. Zum dritten Mal seit der Hochphase der Energiekrise 2023 könne man das Gros der Kunden entlasten, wird Hermes in einer Mitteilung zitiert.

In der Grundversorgung kostet Strom künftig 31,50 Cent/kWh. Aktuell beträgt der Arbeitspreis 35,31 Cent/kWh brutto. Bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh bedeutet das eine Einsparung von rund 96 Euro beziehungsweise 9 Prozent.

Erdgaskunden in der Grundversorgung mit einem Jahresverbrauch bis 6.394 kWh bezahlen ab April brutto 13,34 Cent/kWh. Das sind 1,6 Cent/kWh weniger als derzeit. Für Haushalte mit höheren Verbräuchen beträgt der neue Arbeitspreis 11,85 Cent/kWh. Ein Musterhaushalt, der jährlich 18.000 kWh verbraucht, spart demnach rund 287 Euro, umgerechnet 11 Prozent.

In einigen Fällen steigen die Preise

„Unsere Beschaffungsstrategie für das Lieferjahr 2026 hat sich ausgezahlt, denn wir haben über einen längeren Zeitraum hinweg in mehreren Tranchen gekauft, wodurch wir unterschiedliche Marktpreisniveaus nutzen und die rückläufige Preisentwicklung systematisch berücksichtigen konnten“, so Olaf Hermes, der auch Vorsitzender der Geschäftsführung des SWB-Konzerns ist.

Es gibt jedoch auch Kunden, die ab April mehr bezahlen müssen als bisher. Das sei bei Verträgen der Fall, die kurz nach der Energiepreiskrise abgeschlossen worden seien, heißt es. Die Gründe dafür seien unterschiedlich. „Je nach Zeitpunkt des Vertragsabschlusses haben sich die Kosten für den Energieeinkauf, Steuern und Abgaben anders entwickelt“, erklärt Co-Geschäftsführer Marco Westphal.

Stromtarife sinken bundesweit im Schnitt um 15 Prozent

Verivox zählt für die Monate Februar, März und April bundesweit 101 Ankündigungen von Preissenkungen regionaler Grundversorger. Durchschnittlich sinken die Preise laut Auswertung des Vergleichsportals um 15 Prozent. Zum Jahreswechsel hatten laut Verivox bereits rund die Hälfte der insgesamt 780 Strom-Grundversorger die Strompreise durchschnittlich um 9 Prozent gesenkt.

Im Schnitt kostet die Kilowattstunde Strom Grundversorgung nach Angaben des Portals aktuell knapp 41 Cent (brutto inklusive Grundpreis).

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bezifferte den durchschnittlichen Strompreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh diesen Januar auf 37,2 Cent/kWh brutto - den monatlichen Grundpreis eingerechnet. Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh lag nach BDEW-Angaben im Januar bei 11.10 Cent/kWh.

Montag, 16.02.2026, 12:13 Uhr
Manfred Fischer
Energie & Management > Vertrieb - Grundversorgungstarife in Bonn sinken deutlich
Quelle: Pixabay / Stefan Schweihofer
Vertrieb
Grundversorgungstarife in Bonn sinken deutlich
Die Stadtwerke Bonn setzen die Preise für Strom und Gas in der Grundversorgung deutlich herab. Auch in anderen Tarifen sollen sich die gesunkenen Beschaffungskosten niederschlagen.
Preisanpassung zum 1. April: Die Bonner Stadtwerke-Tochter SWB Energie und Wasser senkt zum Frühling die Tarife für Strom und Erdgas. „Unsere Beschaffungskosten haben sich verringert“, erklärt der Geschäftsführer des Versorgers, Olaf Hermes. Zum dritten Mal seit der Hochphase der Energiekrise 2023 könne man das Gros der Kunden entlasten, wird Hermes in einer Mitteilung zitiert.

In der Grundversorgung kostet Strom künftig 31,50 Cent/kWh. Aktuell beträgt der Arbeitspreis 35,31 Cent/kWh brutto. Bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh bedeutet das eine Einsparung von rund 96 Euro beziehungsweise 9 Prozent.

Erdgaskunden in der Grundversorgung mit einem Jahresverbrauch bis 6.394 kWh bezahlen ab April brutto 13,34 Cent/kWh. Das sind 1,6 Cent/kWh weniger als derzeit. Für Haushalte mit höheren Verbräuchen beträgt der neue Arbeitspreis 11,85 Cent/kWh. Ein Musterhaushalt, der jährlich 18.000 kWh verbraucht, spart demnach rund 287 Euro, umgerechnet 11 Prozent.

In einigen Fällen steigen die Preise

„Unsere Beschaffungsstrategie für das Lieferjahr 2026 hat sich ausgezahlt, denn wir haben über einen längeren Zeitraum hinweg in mehreren Tranchen gekauft, wodurch wir unterschiedliche Marktpreisniveaus nutzen und die rückläufige Preisentwicklung systematisch berücksichtigen konnten“, so Olaf Hermes, der auch Vorsitzender der Geschäftsführung des SWB-Konzerns ist.

Es gibt jedoch auch Kunden, die ab April mehr bezahlen müssen als bisher. Das sei bei Verträgen der Fall, die kurz nach der Energiepreiskrise abgeschlossen worden seien, heißt es. Die Gründe dafür seien unterschiedlich. „Je nach Zeitpunkt des Vertragsabschlusses haben sich die Kosten für den Energieeinkauf, Steuern und Abgaben anders entwickelt“, erklärt Co-Geschäftsführer Marco Westphal.

Stromtarife sinken bundesweit im Schnitt um 15 Prozent

Verivox zählt für die Monate Februar, März und April bundesweit 101 Ankündigungen von Preissenkungen regionaler Grundversorger. Durchschnittlich sinken die Preise laut Auswertung des Vergleichsportals um 15 Prozent. Zum Jahreswechsel hatten laut Verivox bereits rund die Hälfte der insgesamt 780 Strom-Grundversorger die Strompreise durchschnittlich um 9 Prozent gesenkt.

Im Schnitt kostet die Kilowattstunde Strom Grundversorgung nach Angaben des Portals aktuell knapp 41 Cent (brutto inklusive Grundpreis).

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bezifferte den durchschnittlichen Strompreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh diesen Januar auf 37,2 Cent/kWh brutto - den monatlichen Grundpreis eingerechnet. Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh lag nach BDEW-Angaben im Januar bei 11.10 Cent/kWh.

Montag, 16.02.2026, 12:13 Uhr
Manfred Fischer

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.