• Gas: Uneinheitlich
  • Strom: Weitere Rückgänge
  • Erstes schwimmendes AKW legt von russischem Hafen ab
  • Saathoff: "Altmaier muss jetzt endlich liefern"
  • Regelleistungs-Unterdeckung hat Netz nicht gefährdet
  • EAM baut Windpark und Ladestationen
  • TWL mit durchwachsener Bilanz
  • Jenbacher setzt auf Wasserstoff
  • PV-Projekt wird ohne Fördermittel realisiert
  • Statkraft verstärkt sich bei E-Mobilität
Enerige & Management > Statistik - Grundversorger drehen an der Preisschraube
Bild: Fotolia.com, 3Dmask
STATISTIK:
Grundversorger drehen an der Preisschraube
Fast 800 Grundversorger für Strom und Gas haben nach Erhebungen des Vergleichsportals Check 24 Preiserhöhungen für das nächste Jahr angekündigt.
 
Strom und Gas werden im Jahr 2019 in vielen Orten teurer. Das zeigen Erhebungen der Internetplattform Check 24 zur Entwicklung der Energiepreise für Haushalte. Demnach haben seit dem Herbst fast 475 von insgesamt knapp 900 Stromgrundversorgern ihre Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt.

Die Steigerungen betragen durchschnittlich 5,1 % und betreffen etwa 4,5 Mio. Haushalte, teilte das Vergleichsportal mit. Die Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt (Bayern) erhöht ihre Preise demnach um 20,2 % und damit am stärksten. Es folgen die Stadtwerke Arnstadt (Thüringen, 14,4 %) und die Stadtwerke Pinneberg (Schleswig-Holstein, 14,2 %). Aktuell zahlen Haushalte in der Grundversorgung laut Check 24 durchschnittlich 1 513 Euro für 5 000 kWh Strom.

Im Gassektor haben 316 der gut 700 Grundversorger ihre Preise erhöht oder Erhöhungen für die kommenden Wochen angekündigt. Im Schnitt steigen die Preise um durchschnittlich 8,5 %. Betroffen sind rund drei Mio. Haushalte.

Am deutlichsten – um 21,2 % – erhöhen die Stadtwerke Vlotho (Nordrhein-Westfalen) ihren Gaspreis, gefolgt von den Stadtwerken Baiersbronn (Baden-Württemberg, 21,1 %) und der SWB in Bremen (20,2 %). Haushalte zahlen nach Angaben des Portals aktuell für 20 000 kWh Gas in der Grundversorgung im Durchschnitt 1 383 Euro.

Check 24 benennt gestiegene Beschaffungskosten als Hauptgrund für die Preissteigerungen. Die Einkaufpreise für Strom seien im laufenden Jahr um etwa ein Viertel, die Börsenpreise für Gas zwischen März und Oktober um rund 50 % gestiegen.
 

Peter Focht
Redakteur
+49 (0) 30 / 89746265
eMail
facebook
© 2019 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 27.12.2018, 13:31 Uhr

Mehr zum Thema