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Enerige & Management > Wasserstoff - Grünes Wasserstoff-Ökosystem vor Ort zum Ziel
Quelle: Pflimlin
WASSERSTOFF:
Grünes Wasserstoff-Ökosystem vor Ort zum Ziel
Unternehmen in Schleswig-Holstein haben das Konsortium "hy.kiel GmbH & Co. KG" gegründet. Ziel: eine regionale Wasserstoffinfrastruktur auf Basis erneuerbarer Energien aufbauen.
 
Zum Herzstück des regionalen grünen Wasserstoff-Ökosystems soll eine öffentliche Tankstelle in Kiel-Moorsee werden, die ab Sommer 2023 grünen Wasserstoff aus der Zapfsäule anbietet. Die ersten Abnehmer stehen bereits fest, teilt der Mitgesellschafter und Projektierer GP Joule aus dem nordfriesischen Reußenköge mit:
  • zwei Brennstoffzellen-Busse des Omnibus-Verkehrsunternehmen Autokraft
  • sowie die Güterverkehr-Lkw von Betrieben aus dem südlich an Kiel angrenzenden Wellsee.
Diese Nutzergruppen hätten, wie es seitens GP Joule heißt, bereits erklärt, die Kieler Wasserstofftankstelle zu nutzen. Auch im Fuhrpark der Gesellschafter der Hy Kiel und der Kieler Nachrichten gebe es voraussichtlich Bedarf nach grünem Wasserstoff.

Hinter der neuen Gesellschaft stehen
neben GP Joule
die Tankstellenkette Anton Willer GmbH in Kiel, die SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Schleswig-Holstein in Neumünster,
die Dr. Curt Heinrich Nachfolger GmbH
sowie Hans-Hinrich Sievers, Professor der Herzchirurgie. Letzterer ist laut GP Joule seit Jahren die treibende Kraft hinter einem Wasserstofftankstellenstandort in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt.

Die Wasserstofftankstelle in Kiel-Moorsee wird die fünfte dieser Art in Schleswig-Holstein sein. Der Elektrolyseur, der den grünen Wasserstoff mit erneuerbarem Strom (zumeist aus Windkraft) produzieren wird, soll direkt an der Tankstelle entstehen. Seine Leistung soll zu Beginn bei 2 MW liegen. Er soll jährlich bis zu 260 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen. Das entspricht laut GP Joule den täglichen Tankvorgängen von 15 Lkw, acht Bussen und 28 Pkw und demnach einer emissionsfreien Gesamtreichweite von bis zu 26.500 Kilometern pro Tag.

GP Joule setzt auf die lokale Wertschöpfung. "Wenn der Zusammenhang zwischen erneuerbarer Energieerzeugung und der Abnahme vor Ort deutlich wird, können wir die Bürgerinnen und Bürger von unseren nachhaltigen Projekten überzeugen. Mit der lokalen Wasserstoffproduktion direkt an der Tankstelle, den Wasserstoffbussen, den geplanten Lkw, unseren Firmenautos und hoffentlich vielen weiteren Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wird dieser Zusammenhang direkt erfahrbar", erklärt Andre Steinau, Geschäftsführer GP Joule Hydrogen.
 

Davina Spohn
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Mittwoch, 22.12.2021, 17:11 Uhr

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