• Gas: Kaum Veränderungen
  • Strom: Day Ahead wieder billiger
  • Gasunie schließt VW-Kraftwerk an
  • Stadtwerke Düsseldorf erhöhen Strompreise
  • VKU: Steinkohlekraftwerke als Lückenbüßer
  • Investor für Baywa Re in Sicht
  • Groß-WG im Haus der Erneuerbaren Energien
  • Zeppelin präsentiert sein Angebot als Komplettanbieter
  • Verbände üben Kritik an "Politik mit der Brechstange"
  • EEW will Phosphor zurückgewinnen
Enerige & Management > Stromnetz - Grünes Licht für Netzausbau nach Dänemark
Bild: JWS / Fotolia
STROMNETZ:
Grünes Licht für Netzausbau nach Dänemark

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet kann mit dem Bau des letzten Teilstücks der sogennannten Mittelachse beginnen. Sie soll die Transportkapazitäten für Windkraftstrom vervielfachen.

 

Die wichtige Stromtrasse, die über 150 Kilometer von Dänemark nach Niedersachsen und Hamburg führt, kann damit vorvollständigt werden. Dabei handelt es sich um den kürzesten Abschnitt von Flensburg bis zur dänischen Grenze. Gegen den Planfeststellungsbeschluss hatte es keine Klagen gegeben, sodass bereits mit vorbereiteten Arbeiten begonnen wurde.

An dem Teilstück von Flensburg Richtung Süden nach Audorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) wird bereits seit dem vergangenen Jahr gearbeitet. Dabei wird eine 380-kV-Leitung die bestehende Trasse mit 220 kV von 1971 ersetzen. Das Ganze gilt als anspruchsvoll, weil parallel verlaufende Bahnstrom- und 110-kV-Leitungen in die Planungen einbezogen werden müssen. Über die Leitung können später 3.000 MW aufgenommen und weitertransportiert werden. Dazu müssen auch die beiden Umspannwerke in Handewitt und Schuby (Kreis Schleswig-Flensburg) neu gebaut werden

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hob zum Projektstart die „enorme Bedeutung des Netzausbaus“ hervor. Die neue Trasse werde sieben Mal so viel grünen Strom transportieren wie bisher. Zudem verwies er darauf, dass die Stromerzeugung im Land um das Doppelte über dem Verbrauch liege. „Dieses Plus können wir künftig besser nach Süden und Norden weiterleiten und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende bundes- und europaweit leisten“, betonte er.

Gleichzeitig lobte Albrecht die gute länderübergreifende Zusammenarbeit und die Abstimmung aller Beteiligten, sodass alles sehr gut vorangehe. Hier im Norden zeige man, wie der Netzausbau Realität wird. Jetzt, so der Minister, müsse der Bund endlich die Rahmenbedingungen für den massiven Ausbau der Erneuerbaren, insbesondere der Windkraft schaffen.

Mit der Inbetriebnahme der beiden letzten Abschnitte, die im Jahr 2020 geplant ist, wird die Mittelachse komplett sein. Sie führt dann von Hamburg nach Kassö in Dänemark. Das 70 Kilometer lange Teilstück von Audorf nach Hamburg ist bereits seit 2018 am Netz.

 

Günter Drewnitzky
© 2020 Energie & Management GmbH
Dienstag, 10.12.2019, 12:19 Uhr

Mehr zum Thema