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Enerige & Management > H2-Preisindex - Gestehungskosten weiter im Anstieg
Quelle: E&M / Shutterstock, wanpatsorn
H2-PREISINDEX:
Gestehungskosten weiter im Anstieg
Grüner Wasserstoff ist noch nicht marktreif. Wie sich der Preisvergleich zum grauen Wasserstoff darstellt, zeigt der H2-Preisindex von Enervis und E&M alle zwei Wochen.
 
 
Wasserstoffpreisindex für die Kalenderwochen 47 und 48
(zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: enervis energy advisors GmbH / EEX

Die Gestehungskosten für strommarktbasierten grünen Wasserstoff sind in den vergangenen zwei Wochen deutlich gestiegen. Das Zweiwochenhoch lag bei 22,23 Euro/Kilogramm, das Zweiwochentief bei 9,61 Euro/Kilogramm. Im Wochenmittel ist der Preis von 13,18 Euro auf 19,18 Euro/Kilogramm gestiegen. Das ist ein Anstieg von 46 Prozent.

Die Gestehungskosten für grauen Wasserstoff bewegten sich im Wochenverlauf zwischen 6,55 Euro und 8,06 Euro/Kilogramm. Das Preisniveau lag damit konstant oberhalb der Insellösung aus Erneuerbaren-Energie-Anlage und Elektrolyseur. Die hohen Preise am Strommarkt bieten aber weiterhin ein besseres Erlöspotenzial im Vergleich zur Produktion von grünem Wasserstoff.
 

Legende zum H2-Preisindex

  • Grüner Wasserstoff: Gestehungskosten auf Basis von Strompreisen am Spotmarkt, Herkunftsnachweisen* für die jeweiligen Strommengen sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Elektrolyseanlage
  • Grüner Wasserstoff (Direktverbindung): Gestehungskosten als Benchmark auf Basis von grünem Bezugsstrom einer netzentkoppelten Erneuerbaren-Anlage sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Elektrolyseanlage
  • Grauer Wasserstoff: Gestehungskosten auf Basis von Erdgaspreisen am Spotmarkt, Preisen für CO2-Zertifikate sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Erdgas-Dampfreformierungsanlage

* Nach Paragraf 12i Absatz 2 der Erneuerbare-Energien-Verordnung (EEV) müssen aktuell für den zur Produktion von grünem Wasserstoff bezogenen Strom Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien entwertet werden. Perspektivisch sollen die Anforderungen der Bundesregierung an die der EU angepasst werden.

 

Redaktion
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Montag, 05.12.2022, 11:44 Uhr

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