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Enerige & Management > Gas - Gasnetzbetreiber plädieren für grüne Gase
Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger
GAS:
Gasnetzbetreiber plädieren für grüne Gase
Gas for Climate, eine Gruppe europäischer Gasnetzbetreiber hat der EU-Kommission einen Aktionsplan vorgestellt, der eine stärkere Nutzung erneuerbarer Gase vorsieht.
 
Sieben europäische Fernleitungsnetzbetreiber und zwei Biogasverbände setzen sich dafür ein, dass Biomethan und erneuerbarer Wasserstoff stärker für Energiewende und Klimaschutz genutzt werden. Sie haben sich dafür in der Initiative Gas für Climate zusammengeschlossen und in einem gemeinsamen Aktionsplan Empfehlungen vorgelegt, wie Nutzung, Produktion, Handel und Transport erneuerbarer Gase gesteigert und erleichtert werden können.

Wie das Bündnis mitteilt, basieren die Empfehlungen auf einer Studie des Beratungsunternehmens Ecofys, die zeigt, dass die Produktion von grünen Gasen in der EU bis 2050 auf 122 Mrd. m3 gesteigert werden könnte. Ferner sei es möglich, durch Nutzung der Gasinfrastruktur und grüner Gase erheblich kostengünstiger als ohne Gas zu einem emissionsfreien Energiesystem zu kommen.

Der Aktionsplan empfiehlt ein ehrgeiziges EU-Ziel für erneuerbares Gas im Endenergieverbrauch bis 2030. Förderregelungen sollten die Kosten für die Erzeugung von grünen Gasen senken und den Wert honorieren, den die im Netz verfügbaren Erneuerbaren für das Energiesystem darstellen. Darüber hinaus seien Maßnahmen zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Handels mit erneuerbarem Gas nötig. Der Plan soll im kommenden Jahr konkretisiert und aktualisiert werden.

Dem Bündnis Gas for Climate gehören neben der deutschen Open Grid Europe GmbH die Fernleitungsnetzbetreiber Enagas (Spanien), Fluxys (Belgien), Gasunie (Niederlande) , GRTgaz und TIGF (Frankreich), Snam (Italien) sowie die europäische Biogasvereinigung EBA und der italienische Biogasverband CIB an.
 

Peter Focht
Redakteur
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Freitag, 28.09.2018, 16:09 Uhr

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