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Energie & Management > Marktkommentar - Gasmarkt wartet auf Update zur Streikgefahr
Quelle: E&M
Marktkommentar

Gasmarkt wartet auf Update zur Streikgefahr

Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
Strom: Überwiegend etwas leichter hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Donnerstag gezeigt. Der Day-ahead gewann indessen in der Grundlast 4,25 auf 105,75 Euro/MWh. Für die Spitzenlast konnte keine Notierung ermittelt werden. Die Erneuerbaren-Einspeisung soll dem Wetterdienst Eurowind zufolge am Freitag etwas nachgeben. Am Samstag und Sonntag dürften die Beiträge von Wind und Solar weiter zurückgehen, bevor sie sich in der neuen Woche auf einem sehr niedrigen Niveau von um die 12.000 MW stabilisieren. Am langen Ende sank das Frontjahr im Vergleich zum frühen Nachmittag des Vortags um 3,07 auf 128,31 Euro/MWh. Im Vergleich zum Vortagesschluss ergibt sich jedoch ein deutlich geringerer Rückgang, da Strom mit Gas im späten Geschäft des Vortages noch gefallen war. Bearish für den deutschen Strommarkt dürfte sich auch die aktuell hohe Kapazitätsauslastung der französischen Kernkraftwerke auswirken. Diese ist auf dem höchsten Stand seit Ende April.

CO2: Die CO2-Preise haben sich am Berichtstag etwas fester gezeigt. Der Dec 23 notierte gegen 13.22 Uhr mit einem Plus von 0,31 auf 83,98 Euro/Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt sehr mäßige 5,3 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 84,29 Euro, das Tief bei 83,67 Euro. Im Handelsverlauf hatte sich der Benchmark-Kontrakt in allerdings wenig dynamischem Handel auf positives Terrain gerobbt. Bearish für CO2 sind die weiterhin schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone und aus Deutschland. Leicht bullish könnte sich der Effekt auswirken, dass am Berichtstag keine Auktion stattfand.

Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben sich am Donnerstag uneinheitlich gezeigt. Der Frontmonat am TTF legte um 1,750 auf 32,60 Euro/MWh zu. Am deutschen THE verlor der Day-ahead 1,05 auf 31,55 Euro/MWh. Der Markt wartet auf neue Nachrichten zur Streikgefahr an den australischen LNG-Anlagen von Chevron. Am Mittwoch war mitgeteilt worden, dass der Beginn des Arbeitskampfs um einen Tag verschoben wird. Die Märkte hatten dies als Zeichen einer Annäherung der Standpunkte gewertet, worauf der Frontmonat deutlich gesunken war. Seitdem liegen jedoch keine neuen Nachrichten vor, weswegen die Nervosität am Markt wieder zunimmt.

Donnerstag, 7.09.2023, 17:32 Uhr
Claus-Detlef Gromann
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Gasmarkt wartet auf Update zur Streikgefahr
Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
Strom: Überwiegend etwas leichter hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Donnerstag gezeigt. Der Day-ahead gewann indessen in der Grundlast 4,25 auf 105,75 Euro/MWh. Für die Spitzenlast konnte keine Notierung ermittelt werden. Die Erneuerbaren-Einspeisung soll dem Wetterdienst Eurowind zufolge am Freitag etwas nachgeben. Am Samstag und Sonntag dürften die Beiträge von Wind und Solar weiter zurückgehen, bevor sie sich in der neuen Woche auf einem sehr niedrigen Niveau von um die 12.000 MW stabilisieren. Am langen Ende sank das Frontjahr im Vergleich zum frühen Nachmittag des Vortags um 3,07 auf 128,31 Euro/MWh. Im Vergleich zum Vortagesschluss ergibt sich jedoch ein deutlich geringerer Rückgang, da Strom mit Gas im späten Geschäft des Vortages noch gefallen war. Bearish für den deutschen Strommarkt dürfte sich auch die aktuell hohe Kapazitätsauslastung der französischen Kernkraftwerke auswirken. Diese ist auf dem höchsten Stand seit Ende April.

CO2: Die CO2-Preise haben sich am Berichtstag etwas fester gezeigt. Der Dec 23 notierte gegen 13.22 Uhr mit einem Plus von 0,31 auf 83,98 Euro/Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt sehr mäßige 5,3 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 84,29 Euro, das Tief bei 83,67 Euro. Im Handelsverlauf hatte sich der Benchmark-Kontrakt in allerdings wenig dynamischem Handel auf positives Terrain gerobbt. Bearish für CO2 sind die weiterhin schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone und aus Deutschland. Leicht bullish könnte sich der Effekt auswirken, dass am Berichtstag keine Auktion stattfand.

Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben sich am Donnerstag uneinheitlich gezeigt. Der Frontmonat am TTF legte um 1,750 auf 32,60 Euro/MWh zu. Am deutschen THE verlor der Day-ahead 1,05 auf 31,55 Euro/MWh. Der Markt wartet auf neue Nachrichten zur Streikgefahr an den australischen LNG-Anlagen von Chevron. Am Mittwoch war mitgeteilt worden, dass der Beginn des Arbeitskampfs um einen Tag verschoben wird. Die Märkte hatten dies als Zeichen einer Annäherung der Standpunkte gewertet, worauf der Frontmonat deutlich gesunken war. Seitdem liegen jedoch keine neuen Nachrichten vor, weswegen die Nervosität am Markt wieder zunimmt.

Donnerstag, 7.09.2023, 17:32 Uhr
Claus-Detlef Gromann

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