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Enerige & Management > Bilanz - Gasag-Gruppe visiert klimaneutrale Zukunft an
Bild: alexmat46, Fotolia
BILANZ:
Gasag-Gruppe visiert klimaneutrale Zukunft an
Zur Jahresbilanz 2020 kündigte das Berliner Energieunternehmen an, noch in diesem Jahr eine Roadmap zur Klimaneutralität zu entwerfen und mit den Partnern in der Region abzustimmen.
 
„Nachhaltigkeit wird unser Kompass“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Georg Friedrichs die Ausrichtung der Gasag-Gruppe für die Zukunft. Damit unterstütze das Unternehmen die Klimaziele der Länder Berlin und Brandenburg sowie seiner Kunden. „In den kommenden Monaten werden wir unseren eigenen CO2-Fußabdruck, aber auch unsere gesamten Prozessketten und Geschäftsmodelle daraufhin analysieren, wie sie auf eine klimaneutrale, sichere und bezahlbare Energieversorgung einzahlen“, kündigte Friedrichs an.

Der ehemalige Vattenfall-Manager ist seit 1. April Gasag-Chef. Viele der heutigen Geschäftsmodelle des Unternehmens seien endlich. Auf dem Weg zur Klimaneutralität entstünden aber auch große unternehmerische Chancen. „Mit unserer Kompetenz, unserer Leidenschaft und unserer Verbundenheit mit der Hauptstadtregion werden wir relevante Beiträge für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende leisten“, versprach Friedrichs.

Ökotarife für Strom und Gas gut angenommen

Vertriebsvorstand Matthias Trunk verwies auf erste klimafreundliche Angebote wie den erfolgreichen Ökostromtarif der Gasag, der schon fast ein Viertel des Umsatzes ausmacht. „Mit dem Angebot „Klima Pro“ bei Gastarifen haben wir die Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden im Blick, die von uns eine nachhaltige, aber auch zuverlässige und bezahlbare Energie erwarten“, sagte Trunk. Das Interesse am klimaneutralen Gas sei bisher schon größer als erwartet.

Auch im Bereich der Energiedienstleistungen befänden sich aktuell rund 90 Projekte in der Umsetzung. 2020 konnte die Gasag wieder den Stadtvertrag für Gas gewinnen und liefert damit dem Land Berlin weitere drei Jahre Erdgas mit einem Anteil von über 15 % Biogas für Straßenbeleuchtung und öffentliche Gebäude. Damit spare Berlin rund 30.000 Tonnen CO2 ein und setze bundesweit Maßstäbe, unterstrich Trunk.
 
Wesentliche Kennzahlen der Gasag Berlin für 2020.
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Quelle: Gasag

Stabiler Umsatz und hohe Investitionen

Trotz des herausfordernden Pandemie-Jahres konnte die Gasag die Belastungen und Einschränkungen durch Corona auf ein geringes Maß reduzieren, berichtete Gasag-Finanzvorstand Michael Kamsteeg. Auch 2020 wurde demnach der Umsatz gehalten und ein hohes Investitionsniveau in die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Gasag-Gruppe realisiert. „Investiert hat die Gasag auch in Brandenburg“, betonte Kammsteeg. Der 2020 in der Gasag-Gruppe erzeugte erneuerbare Strom mit PV und Wind lag bei 63,3 Mio. kWh und damit 4 % höher als zum Vorjahr, sagte er.

Die Herausforderungen der Corona-Pandemie seien ebenfalls gut bewältigt worden. Rund 90 % der Belegschaft konnten reibungslos im Homeoffice arbeiten. „Bei begründetem Zahlungsverzug wurden individuelle Lösungen gefunden und die Zählerstände konnten phasenweise von Kundinnen und Kunden selbst abgelesen werden“, erläuterte Kammsteeg. Ab April 2021 habe die Gasag-Gruppe ihren Unternehmenssitz am Euref-Campus im neu gebauten Energiequartier bezogen. Bis Oktober sollen 1.000 der 1.700 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe dort arbeiten, schloss Friedrichs.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Freitag, 11.06.2021, 16:11 Uhr

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