• Osnabrück erhält größte Flotte von E-Gelenkbussen
  • Ausbau der ingenieurtechnischen Kompetenz
  • Nordex mit roter Halbjahresbilanz
  • RWE mit erstem Halbjahr zufrieden
  • Stromkontor Rostock Port kauft Netz im Hafen Aschaffenburg
  • Beteiligung soll Smart Cities voranbringen
  • Kompromiss: Kassel verbrennt ab 2025 keine Kohle mehr
  • Weltraum-Test für hocheffiziente Solarzellen
  • Batteriespeicher in Hamburg spart wie erhofft Stromkosten ein
  • Ein gutes Jahr 2019 für die Stadtwerke Engen
Enerige & Management > Gasspeicher - Gabriel prüft nationale Erdgasreserve
Bild: Fotolia.com, B Wylezich
GASSPEICHER:
Gabriel prüft nationale Erdgasreserve
Das Bundeswirtschafts- und Energieministerium wird laut Medienberichten ein Gutachten erstellen lassen, das Verbesserungsmöglichkeiten bei der Gasversorgung auf Basis einer nationalen Erdgasreserve prüfen soll.
 
Einem Bericht der Rheinischen Post zufolge vergibt das Ministerium derzeit den Auftrag für eine Studie. Das ausgeschriebene Gutachten soll aufzeigen, welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Gasversorgungssicherheit und der Krisenvorsorge bestehen. Das Gutachten soll im Frühjahr vorliegen und als politische Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Speicherregulierung dienen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag.

Deutschland verfügt laut Angaben der Transparenzplattform Gas Infrastracture Europe über insgesamt rund 21,5 Mrd. m3 Speicherkapazitäten. Ein Teil davon könnte für eine nationale Erdgasreserve geblockt und dem Marktzugriff entzogen werden. Vor allem Porenspeicher eignen sich für strategische Gasreserven, weil sie technisch bedingt längere Ein- und Ausspeicherzeiten benötigen und somit nicht schnell genug auf die Anforderungen im Gas-Spothandel reagieren können.

Seit den 1970er Jahren unterhält die Bundesrepublik bereits eine strategische Ölreserve. Diese war 1974 als Reaktion auf die Ölkrise von der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris initiiert worden und umfasst nach Angaben des Erdölbevorratungsverbandes in Hamburg derzeit rund 24 Mio. t Erdöl und Erdölerzeugnisse. Dies entspricht den Durchschnittsnettoimporten für 90 Tage bezogen auf die vergangenen drei Jahre. 2005 hatte die Bundesregierung nach dem Hurrikan Katrina und die dadurch stark angestiegenen Ölpreise eine geringe Menge freigegeben. Auch nach dem Ausfall der libyschen Ölexporte 2011 hatte sich die Bundesregierung mit rund 4,3 Mio. Barrel an der Freigabe von Ölreserven beteiligt, um die Verringerung der Liefermengen international kompensieren zu können.
 

Kai Eckert
Redakteur
+49 (0) 4101 8692995
eMail
facebook
© 2020 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 05.11.2014, 11:57 Uhr

Mehr zum Thema