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Enerige & Management > Speicher - Flexibler im Augsburger Netz
Bild: Fotolia.com, ammonster
SPEICHER:
Flexibler im Augsburger Netz
Die Stadtwerke Augsburg (swa) integrieren eine Power-to-heat-Anlage in ihr Fernwärmenetz, um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen.
 
Der Widerstandsdurchflusserhitzer mit einer Leistung von 10 MW der OhmEx Industrielle Elektrowärme GmbH in Großwallstadt wird derzeit am Gasturbinen-Standort der swa im Stadtteil Lechhausen an das Fernwärmenetz angeschlossen. „Wir können damit flexibel auf Schwankungen im Stromnetz reagieren, das Netz stabilisieren und leisten so einen Beitrag zur Energiewende“, sagte swa-Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer Mitte Mai. Bei Überschüssen im Stromnetz wandelt die Power-to-heat-Anlage Strom in Wärme um. Das von dem Widerstandsheizer erhitzte Wasser wird dann entweder in das 150 km lange Fernwärmenetz eingespeist oder für den späteren Verbrauch in einem Wärmespeicher mit einem Volumen 8 000 m3 zwischengelagert. In Augsburg speisen drei Heizkraftwerke sowie eine Müllverbrennungsanlage mit über 350 MW thermischer Gesamtleistung Wärme in das Netz mit etwa 420 MW Anschlussleistung an.

Die Power-to-heat-Anlage soll zur Bereitstellung von negativer Sekundärregelleistung genutzt werden, heißt es aus Augsburg. „Schon die Bereitstellung der Anlage, die Leistung aus dem Netz nehmen könnte, wird von den Netzbetreibern finanziell honoriert“, erklärt Dietmayer. „Wir bekommen also Geld dafür, die Anlage bereitzuhalten, egal ob sie nun läuft oder nicht“, so der swa-Chef. Als Generalunternehmer für das rund 1,5 Mio. Euro teure Projekt fungiert die Kraftanlagen München GmbH. Die Amortisationszeit für die Power-to-heat-Anlage wird mit vier bis fünf Jahren angegeben.
 

Michael Pecka
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Dienstag, 26.05.2015, 14:17 Uhr

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