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Enerige & Management > Stromspeicher - Fertigung startet für Batterien aus dem Drucker
Das Entwicklungslabor von Blackstone in Sachsen, Quelle: Blackstone
STROMSPEICHER:
Fertigung startet für Batterien aus dem Drucker
Mit Batteriezellen aus dem 3D-Drucker will Blackstone Technology E-Fahrzeuge effizienter machen. Jetzt wurde im sächsischen Döbeln die Produktionslinie eröffnet.
 
„Wir freuen uns, endlich den Vorhang zu lüften und unser revolutionäres Fertigungsverfahren der Weltöffentlichkeit vorzustellen“, erklärte Ulrich Ernst, CEO des Schweizer Rohstoffunternehmens Blackstone Resources und Mutter-Gesellschaft von Blackstone Technology.

Das neue Herstellungsverfahren bietet nach Angaben des Unternehmens mehrere Vorteile im Vergleich zu herkömmlich hergestellten Lithium-Ionen-Batterien: Durch das Druckverfahren sind demnach die stromspeichernden Schichten der Batteriezellen dicker, so dass die Energiedichte um 20 Prozent höher sei. Die Batteriezellen seien von der Größe flexibel anpassbar und könnten auf die Bedürfnisse der Kunden, etwa von Automobilunternehmen, zugeschnitten werden. Dabei setze das Verfahren auf einen umweltverträglichen, rein wasserbasierten Prozess und reduziere Abfallstoffe um 50 Prozent.

Die neue Blackstone-Produktion im sächsischen Döbeln steht ganz im Zeichen von Digitalisierung und Industrie 4.0. "Wir möchten anfallende Datenmengen im laufenden Fertigungsprozess analytisch auswerten und den Prozess auf Basis dieser Daten regeln", erklärt Holger Gritzka, CEO und Geschäftsführer der Blackstone Technology GmbH. "Hierfür werden wir ein neu entwickeltes cyberphysisches Produktionssystem einführen."

Dieses CPPS kreiert mithilfe künstlicher Intelligenz einen digitalen Zwilling für jeden Prozess der einzelnen Energiezellen. "Sobald ausreichend analysierte Daten vorliegen, lässt sich der digitale Zwilling 'trainieren', um ihm ein individuelles Normalverhalten zu vermitteln", erklärt Gritzka. Dieses Normalverhalten wird dann permanent mit der laufenden Fertigung abgeglichen. Im Falle von Anomalien werden mögliche Ursachen und Zusammenhänge dann über ein Benachrichtigungssystem kommuniziert bzw. automatisch korrigiert.

Zum Produktionsstart sind am Döbelner Standort 14 Mitarbeiter beschäftigt, im Laufe des Jahres 2022 sollen es 38 werden. Für den Standort im Landkreis Mittelsachsen habe sich das Unternehmen entschieden, weil es in eine Bestandsimmobilie ziehen wollte, sagte Gritzka bei der virtuellen Betriebsführung zur Eröffnung. Der Standort Döbeln mit ähnlichen Distanzen zu den Zentren Dresden, Leipzig und Chemnitz sei gut geeignet für die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.
 

Peter Koller
Redakteur
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Dienstag, 07.12.2021, 15:52 Uhr

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