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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Fastned erhöht Umsatz und Zahl seiner Stationen
Quelle: Fastned
Elektrofahrzeuge

Fastned erhöht Umsatz und Zahl seiner Stationen

Fastned hat 2025 erstmals mehr als 100 Millionen Euro Ladeumsatz erzielt. Das Unternehmen baut sein Netz weiter aus und steigert die Zahl der Standorte.
Der niederländische Schnellladeanbieter Fastned hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Umsatz aus Ladevorgängen von mehr als 100 Millionen Euro erzielt. Laut Geschäftsbericht lag der Ladeumsatz bei 122,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 83,4 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2023, als 60,5 Millionen Euro erzielt wurden, hat sich der Umsatz damit innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt.

Unternehmenschef Michiel Langezaal bezeichnet das Überschreiten der Marke von 100 Millionen Euro Ladeumsatz als „bedeutenden Meilenstein“ und verweist darauf, dass Schnellladen aus seiner Sicht ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell darstelle.

Das Unternehmen führt die Entwicklung auf die Expansion seines Ladenetzes sowie auf eine steigende Nachfrage nach Schnellladen zurück. Denn die Zahl vollelektrischer Fahrzeuge in Europa sei 2025 auf mehr als 10 Millionen gestiegen. Davon seien über 8,5 Millionen E-Autos in den neun Märkten unterwegs, in denen Fastned tätig ist.

Zum Jahresende 2025 betrieb Fastned 406 Schnellladestationen in neun Ländern. Ein Jahr zuvor waren es 346 Stationen in sieben Ländern. Erstmals befanden sich mehr Standorte außerhalb der Niederlande als im Heimatmarkt: 222 Stationen lagen im Ausland, 184 in den Niederlanden. Damit vollzieht das Unternehmen nach eigener Darstellung den Übergang zu einem europaweit ausgerichteten Anbieter.
 
In Deutschland 54 Standorte
 
Im Jahr 2025 nahm Fastned 60 neue Stationen in Betrieb, nach 50 im Jahr zuvor. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben 94 weitere Standorte. Insgesamt verfügte Fastned damit zum Jahresende über 663 gesicherte Standorte, einschließlich der bereits betriebenen Anlagen. Damit seien zwei Drittel der 1.000 Standorte gesichert, die der Ladenetzbetreiber bis zum Ende dieses Jahrzehnts geplant hat.

Regional setzte Fastned die Expansion fort. Neue Märkte kamen mit Italien und Spanien hinzu. In Deutschland nahm das Unternehmen im Juli 2025 an der Neufelder Heide-Süd nach eigenen Angaben die erste Station direkt an einer Autobahn in Betrieb. Belgien und Deutschland beendeten das Jahr mit 52 beziehungsweise 54 Standorten. Frankreich erreichte 59 Stationen.

Neben dem Ausbau des Netzes investierte Fastned auch in bestehende Infrastruktur. Insgesamt 35 Stationen wurden erweitert oder modernisiert. Ziel sei es laut Unternehmen, die Kapazität an stark frequentierten Standorten zu erhöhen und die Auslastung zu verbessern.

Das operative Ebitda stieg um 34 Prozent auf 43,6 Millionen Euro, was einer Marge von 36 Prozent entspreche und innerhalb der eigenen Zielspanne liege. Der Bruttogewinn aus Ladevorgängen erhöhte sich um 41 Prozent auf 96,2 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich der durchschnittliche Umsatz je Station auf 331.000 Euro nach 270.000 Euro im Vorjahr. Auch diese Größe liege im Plan.

Gleichzeitig bleibt die Expansion kapitalintensiv. Die Kosten der Netzwerkexpansion beziffert Fastned auf 33,9 Millionen Euro, was einen Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Netzwerkbetriebskosten gingen um 47 Prozent auf 52,5 Millionen Euro nach oben. Das Unternehmens-EBITDA lag bei 8,3 Millionen Euro und spiegelt laut Fastned die Balance zwischen operativer Entwicklung und weiteren Investitionen wider.

Zur Finanzierung des Wachstums setzt Fastned weiterhin auf Anleihen für Privatanleger. Erst Mitte März hatte das Unternehmen bekannt gegeben, über eine neue Anleihe 32,4 Millionen Euro von Privatanlegern eingesammelt zu haben. Sie bietet eine Verzinsung von 6 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren bis März 2031. Mit der aktuellen Emission steigt das gesamte ausstehende Anleihevolumen auf 301 Millionen Euro. Ergänzend hatte Fastned im Januar eine Kreditlinie über 200 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium, darunter ING und ABN AMRO, gesichert.

Montag, 23.03.2026, 16:47 Uhr
Fritz Wilhelm
Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Fastned erhöht Umsatz und Zahl seiner Stationen
Quelle: Fastned
Elektrofahrzeuge
Fastned erhöht Umsatz und Zahl seiner Stationen
Fastned hat 2025 erstmals mehr als 100 Millionen Euro Ladeumsatz erzielt. Das Unternehmen baut sein Netz weiter aus und steigert die Zahl der Standorte.
Der niederländische Schnellladeanbieter Fastned hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Umsatz aus Ladevorgängen von mehr als 100 Millionen Euro erzielt. Laut Geschäftsbericht lag der Ladeumsatz bei 122,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 83,4 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2023, als 60,5 Millionen Euro erzielt wurden, hat sich der Umsatz damit innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt.

Unternehmenschef Michiel Langezaal bezeichnet das Überschreiten der Marke von 100 Millionen Euro Ladeumsatz als „bedeutenden Meilenstein“ und verweist darauf, dass Schnellladen aus seiner Sicht ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell darstelle.

Das Unternehmen führt die Entwicklung auf die Expansion seines Ladenetzes sowie auf eine steigende Nachfrage nach Schnellladen zurück. Denn die Zahl vollelektrischer Fahrzeuge in Europa sei 2025 auf mehr als 10 Millionen gestiegen. Davon seien über 8,5 Millionen E-Autos in den neun Märkten unterwegs, in denen Fastned tätig ist.

Zum Jahresende 2025 betrieb Fastned 406 Schnellladestationen in neun Ländern. Ein Jahr zuvor waren es 346 Stationen in sieben Ländern. Erstmals befanden sich mehr Standorte außerhalb der Niederlande als im Heimatmarkt: 222 Stationen lagen im Ausland, 184 in den Niederlanden. Damit vollzieht das Unternehmen nach eigener Darstellung den Übergang zu einem europaweit ausgerichteten Anbieter.
 
In Deutschland 54 Standorte
 
Im Jahr 2025 nahm Fastned 60 neue Stationen in Betrieb, nach 50 im Jahr zuvor. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben 94 weitere Standorte. Insgesamt verfügte Fastned damit zum Jahresende über 663 gesicherte Standorte, einschließlich der bereits betriebenen Anlagen. Damit seien zwei Drittel der 1.000 Standorte gesichert, die der Ladenetzbetreiber bis zum Ende dieses Jahrzehnts geplant hat.

Regional setzte Fastned die Expansion fort. Neue Märkte kamen mit Italien und Spanien hinzu. In Deutschland nahm das Unternehmen im Juli 2025 an der Neufelder Heide-Süd nach eigenen Angaben die erste Station direkt an einer Autobahn in Betrieb. Belgien und Deutschland beendeten das Jahr mit 52 beziehungsweise 54 Standorten. Frankreich erreichte 59 Stationen.

Neben dem Ausbau des Netzes investierte Fastned auch in bestehende Infrastruktur. Insgesamt 35 Stationen wurden erweitert oder modernisiert. Ziel sei es laut Unternehmen, die Kapazität an stark frequentierten Standorten zu erhöhen und die Auslastung zu verbessern.

Das operative Ebitda stieg um 34 Prozent auf 43,6 Millionen Euro, was einer Marge von 36 Prozent entspreche und innerhalb der eigenen Zielspanne liege. Der Bruttogewinn aus Ladevorgängen erhöhte sich um 41 Prozent auf 96,2 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich der durchschnittliche Umsatz je Station auf 331.000 Euro nach 270.000 Euro im Vorjahr. Auch diese Größe liege im Plan.

Gleichzeitig bleibt die Expansion kapitalintensiv. Die Kosten der Netzwerkexpansion beziffert Fastned auf 33,9 Millionen Euro, was einen Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Netzwerkbetriebskosten gingen um 47 Prozent auf 52,5 Millionen Euro nach oben. Das Unternehmens-EBITDA lag bei 8,3 Millionen Euro und spiegelt laut Fastned die Balance zwischen operativer Entwicklung und weiteren Investitionen wider.

Zur Finanzierung des Wachstums setzt Fastned weiterhin auf Anleihen für Privatanleger. Erst Mitte März hatte das Unternehmen bekannt gegeben, über eine neue Anleihe 32,4 Millionen Euro von Privatanlegern eingesammelt zu haben. Sie bietet eine Verzinsung von 6 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren bis März 2031. Mit der aktuellen Emission steigt das gesamte ausstehende Anleihevolumen auf 301 Millionen Euro. Ergänzend hatte Fastned im Januar eine Kreditlinie über 200 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium, darunter ING und ABN AMRO, gesichert.

Montag, 23.03.2026, 16:47 Uhr
Fritz Wilhelm

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