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Energie & Management > Stromnetz - Fast 2 Milliarden Euro für den Systemumbau
Einbau einer Bildleistungskompensationsspule. Quelle: Bayernwerk / Christian Martens
Stromnetz

Fast 2 Milliarden Euro für den Systemumbau

Tennet baut für die Energiewende neue Umspannwerke und macht bestehende fit. Dafür investiert der Übertragungsnetzbetreiber1,9 Milliarden Euro.
Tennet hat nach eigenen Angaben Rahmenverträge mit Siemens Energy, Hitachi Energy, GE Grid und Royal SMIT zur Lieferung von 110 Kompensationsspulen und 160 Leistungstransformatoren unterzeichnet. Der Gesamtumfang der Vereinbarungen wird mit 1,9 Milliarden Euro angegeben. Dabei entfallen 1,16 Milliarden Euro auf deutsche Umspannwerke und 730 Millionen Euro auf Umspannwerke in den Niederlanden.

Der Rahmenabschluss markiere einen entscheidenden Schritt bei der Optimierung und Instandhaltung des Übertragungsnetzes, heißt es in einer Mitteilung von Tennet. Die Umspannwerke in Deutschland und den Niederlanden müssten an die wachsenden Anforderungen der Energiewende angepasst werden.

Tim Meyerjürgens, COO von Tennet, erklärte: „Die Energiewende erfordert einen kompletten Systemumbau, nicht nur mit neuen Leitungen, sondern auch mit hochmodernen Umspannwerken.“ Um die Integration der erneuerbaren Energien über das Verteilnetz in das Übertragungsnetz zu ermöglichen, benötige man eine Vielzahl an neuen leistungsstarken Transformatoren.

Neue Aufgaben für die Umspannwerke

Gleichzeitig müssten die Umspannwerke künftig Systemdienstleistungen zur Frequenz- und Spannungshaltung übernehmen, die früher konventionelle Kraftwerke bereitgestellt haben. Dafür brauche es zusätzliche Betriebsmittel, wie Kompensationsspulen.

Der Rahmenvertrag hat eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren, mit Option, die Vereinbarung bis zu fünfmal um jeweils ein Jahr zu verlängern. Insgesamt wurden 98 Leistungstransformatoren für Deutschland und 61 für die Niederlande ausgeschrieben. Hinzu kommen 38 beziehungsweise 68 Kompensationsspulen. Diese Betriebsmittel sollen nicht nur bei Instandhaltungs-Projekten eingesetzt werden, sondern auch bei Neubauten.

Umspannwerke, Kompensationsspulen und Energiewende

Im Zuge der Energiewende übernehmen die Umspannwerke der Übertragungsnetzbetreiber neben der Versorgung der Verteilnetze mit Energie zunehmend auch die Aufnahme und den Abtransport von grünem Strom. Dazu kommen Systemdienstleistungen zur Frequenz- und Spannungshaltung. Ein wichtiges Betriebsmittel dafür sind Kompensationsspulen. Ihre Hauptaufgabe ist die Bereitstellung induktiver Blindleistung. Diese wird genutzt, um das Spannungsniveau stabil zu halten. Da sie gleichzeitig aber die Kapazität des Netzes für die nutzbare Wirkleistung verringert, ist es wichtig, das richtige Verhältnis zwischen Wirk- und Blindleistung zu wahren. Die Kompensationsspulen helfen dabei.
 

Montag, 25.09.2023, 15:12 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Stromnetz - Fast 2 Milliarden Euro für den Systemumbau
Einbau einer Bildleistungskompensationsspule. Quelle: Bayernwerk / Christian Martens
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Fast 2 Milliarden Euro für den Systemumbau
Tennet baut für die Energiewende neue Umspannwerke und macht bestehende fit. Dafür investiert der Übertragungsnetzbetreiber1,9 Milliarden Euro.
Tennet hat nach eigenen Angaben Rahmenverträge mit Siemens Energy, Hitachi Energy, GE Grid und Royal SMIT zur Lieferung von 110 Kompensationsspulen und 160 Leistungstransformatoren unterzeichnet. Der Gesamtumfang der Vereinbarungen wird mit 1,9 Milliarden Euro angegeben. Dabei entfallen 1,16 Milliarden Euro auf deutsche Umspannwerke und 730 Millionen Euro auf Umspannwerke in den Niederlanden.

Der Rahmenabschluss markiere einen entscheidenden Schritt bei der Optimierung und Instandhaltung des Übertragungsnetzes, heißt es in einer Mitteilung von Tennet. Die Umspannwerke in Deutschland und den Niederlanden müssten an die wachsenden Anforderungen der Energiewende angepasst werden.

Tim Meyerjürgens, COO von Tennet, erklärte: „Die Energiewende erfordert einen kompletten Systemumbau, nicht nur mit neuen Leitungen, sondern auch mit hochmodernen Umspannwerken.“ Um die Integration der erneuerbaren Energien über das Verteilnetz in das Übertragungsnetz zu ermöglichen, benötige man eine Vielzahl an neuen leistungsstarken Transformatoren.

Neue Aufgaben für die Umspannwerke

Gleichzeitig müssten die Umspannwerke künftig Systemdienstleistungen zur Frequenz- und Spannungshaltung übernehmen, die früher konventionelle Kraftwerke bereitgestellt haben. Dafür brauche es zusätzliche Betriebsmittel, wie Kompensationsspulen.

Der Rahmenvertrag hat eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren, mit Option, die Vereinbarung bis zu fünfmal um jeweils ein Jahr zu verlängern. Insgesamt wurden 98 Leistungstransformatoren für Deutschland und 61 für die Niederlande ausgeschrieben. Hinzu kommen 38 beziehungsweise 68 Kompensationsspulen. Diese Betriebsmittel sollen nicht nur bei Instandhaltungs-Projekten eingesetzt werden, sondern auch bei Neubauten.

Umspannwerke, Kompensationsspulen und Energiewende

Im Zuge der Energiewende übernehmen die Umspannwerke der Übertragungsnetzbetreiber neben der Versorgung der Verteilnetze mit Energie zunehmend auch die Aufnahme und den Abtransport von grünem Strom. Dazu kommen Systemdienstleistungen zur Frequenz- und Spannungshaltung. Ein wichtiges Betriebsmittel dafür sind Kompensationsspulen. Ihre Hauptaufgabe ist die Bereitstellung induktiver Blindleistung. Diese wird genutzt, um das Spannungsniveau stabil zu halten. Da sie gleichzeitig aber die Kapazität des Netzes für die nutzbare Wirkleistung verringert, ist es wichtig, das richtige Verhältnis zwischen Wirk- und Blindleistung zu wahren. Die Kompensationsspulen helfen dabei.
 

Montag, 25.09.2023, 15:12 Uhr
Gnter Drewnitzky

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