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Enerige & Management > F&E - EWE und EnBW testen Drachenkraftwerk
Bild: Mellimage, Fotolia
F&E:
EWE und EnBW testen Drachenkraftwerk
Das Projekt „Sky Power 100“ soll mittels eines Flugdrachen Strom erzeugen.
 
Getestet werde eine vollautomatisierte Höhenwindenergieanlage, teilte EnBW mit. Beim Projekt "Sky Power 100" steigt ein Drachen, fixiert an einem Seil, in hohe Luftschichten auf. Diese Bewegungsenergie wird über das Seil in einem Generator im Fuß der Anlage in Strom umgewandelt. Anschließend wird der Drachen wieder eingeholt und anschließend wieder in die Luft geschickt.

Der Drachen erreiche höhere Luftschichten mit energiereicheren und stabileren Windgeschwindigkeiten, die zur Stromgewinnung nutzbar gemacht werden könnten, so die EnBW weiter. In von Höhen zwischen 200 und 800 Metern werde dabei das System betrieben. „Die Höhenwindtechnologie könnte somit zur zukunftsweisenden Ergänzung der konventionellen Windenergienutzung werden.“ Der Prototyp soll aber zunächst an Land getestet werden. Projektpartner sind dabei die Sky Sails Power GmbH, die EnBW, die EWE Offshore Service & Solutions und die Leibniz Universität Hannover.

Ziel des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekts sei es, „bis 2020 eine vollautomatische Flugwindkraftanlage mit einer Nennleistung von 100 Kilowatt zu entwickeln und zu testen“, heißt es weiter. Die Alltagstauglichkeit wird so erprobt. Die Anlage soll autonom arbeiten und den Drachen selbsttätig starten, landen und verstauen. Laut Werbevideo könnten künftig im Meer, wie in Windkraft-Offshore-Farmen, ebenfalls zig dieser Drachenanlagen zur Stromerzeugung installiert werden.

Die Sky Sails Power GmbH ist für die Entwicklung, Produktion und Test der Pilotanlage zuständig. Sie hat ähnliche Drachensysteme bereits als zusätzlichen Antrieb für die Schifffahrt entwickelt. Die EWE ist für die Standortsuche und die Fundamentierung sowie für den Netzanschluss des Demonstrators verantwortlich. Die EnBW untersucht im Projekt „die Höhenwindpotenziale in den Zielmärkten und die jeweilige Genehmigungssituation“. Die Universität Hannover ist für den Entwurf und die Untersuchung des Antriebstrangs verantwortlich.

 
Der Drachen steigt in die Höhe. Das Zugseil bewegt sich und treibt einen Generator an. Foto: Sky Sails




 
 

Stefan Sagmeister
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