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Enerige & Management > Bilanz - EVO kostet Pandemie mehrere Millionen Euro
Bild: Fotolia, Eisenhans
BILANZ:
EVO kostet Pandemie mehrere Millionen Euro
Die Energieversorgung Oberhausen (EVO) hat die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres bekannt gegeben. Die Pandemie sowie das milde Wetter schlugen sich deutlich in den Zahlen nieder.
 
Insgesamt erzielte die EVO (Nordrhein-Westfalen) im vergangenen Geschäftsjahr 181,7 Mio. Euro Umsatz und führte 5,6 Mio. Euro an die Anteilseigner ab. Beteiligt an der EVO sind die kommunalen Stadtwerke Oberhausen sowie die Westenergie AG. Die vereinbarten 11 Mio. Euro Gewinnabführung wurden damit erstmalig nicht erreicht, teilte der Versorger mit.

"Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die schwierigen Umstände uns hart getroffen haben", sagte der kaufmännische Vorstand Hartmut Gieske. "Wir sind dankbar für die guten Beziehungen zu unseren Anteilseignern, die die geringere Abführung von 5,  Millionen Euro ermöglicht haben. Mithilfe der Umstrukturierung und dem Umdenken im Unternehmen sind wir zuversichtlich, auf dem richtigen Kurs zu sein."

Die EVO hat laut Gieske aufgrund der dargelegten Probleme im Bereich Strom Einbußen von etwa 12 %, beim Absatz von Gas, Fernwärme und Wärme von rund 10 %. Der erste Lockdown kostete das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 2,5 Mio. Euro, die Witterungsverhältnisse wiederum 4 Mio. Euro. Vor allem große Kunden wie etwa die Arena hätten weniger Energie benötigt.

Es gab aber auch Positives zu berichten: Der Versorger hat kürzlich ein Gasmotoren-Kraftwerk an der Danziger Straße in Betrieb genommen. Das Blockheizkraftwerk verfügt über eine elektrische Leistung von 9 MW und einer thermischen Leistung von 9,8 MW; es wurden 12 Mio. Euro in das Projekt investiert.

Im nächsten Jahr sollen jedoch wieder rund 11 Mio. Euro operativ erwirtschaftet werden, teilten beide Vorstände Hartmut Gieske und Christian Basler mit Blick auf das derzeitige Jahr mit. Die EVO wollen an ihrem Selbstverständnis festhalten, Teil der Stadt Oberhausen zu sein und diese aktiv mitzugestalten. Ein großer Fokus wird weiter auf Quartierslösungen liegen. Beispielhaft ist hier das Großprojekt "QUENTIN", das in Kürze in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und Stadtgesellschaften sowie Wohnungsgenossenschaften in Oberhausen-Tackenberg umgesetzt werden soll.
 
 

Heidi Roider
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