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Enerige & Management > Photovoltaik - EU-Projekt "ReProSolar" entwickelt Recycling von Modulen
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PHOTOVOLTAIK:
EU-Projekt "ReProSolar" entwickelt Recycling von Modulen
In einem EU-Verbundprojekt entwickeln neun Unternehmen ein hocheffizientes Verfahren für das Recycling von Photovoltaikaltmodulen. Das Projekt wird mit 4,8 Mio. Euro gefördert.
 
Die ersten Photovoltaikanlagen (PV) sind inzwischen über 20 Jahre alt. Daher fallen künftig zunehmend Module an, die nicht mehr effektiv funktionstüchtig sind. Neun Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und Spanien entwickeln nun im Projekt "ReProSolar" der EU ein hocheffizientes Verfahren für das Recycling von Altmodulen. Unter der Projektleitung von Veolia Deutschland werden erstmals alle Bestandteile der PV-Module vollständig rückgewonnen.

In Deutschland sind außerdem Evonik und Flaxres am Projekt beteiligt. Ziel ist, der verarbeitenden Industrie unter anderem reines Silizium, Silber und Glas wieder zur Verfügung zu stellen. Die EU fördert das Projekt mit insgesamt 4,8 Mio. Euro über das Programm für Rohstoffe „EIT Raw Materials“. Die Förderung läuft seit Februar 2021 und endet im Januar 2025.

Technologielösung im Praxistest

Die stillgelegten PV-Module sollen in eine Kreislaufwirtschaft gelangen zur Reduzierung von Abfall und zur Erhaltung der wertvollen Rohstoffe. „Unser Prozess basiert auf einer neuen Delaminierungstechnologie, die in der Lage ist, die Solarzellen effizient von der Glasplatte zu trennen“, erläutert Projektleiter Antoine Driancourt von der Veolia Umweltservice GmbH. Innovative physikalisch-chemische Verfahren ermöglichten dann die Rückgewinnung aller Materialien, ohne dass PV-Module zerkleinert werden müssen.

„Heute ist kein industrielles Verfahren auf der Welt in der Lage, Silber und Silizium aus Solarzellen in sehr hoher Reinheit zurückzugewinnen“, betont Driancourt. Daher wäre der Erfolg ein großer Durchbruch für die gesamte Solarbranche im Hinblick auf die aktuellen Recyclingstandards. Von der Aufbereitung und Rohstoffreinigung über die Abfallstromlieferkette bis hin zur Wiedereingliederung in verschiedene Industrien werde mit den Projektpartnern die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt.

Bis Jahresende werde die Realisierbarkeit im industriellen Maßstab bei den Betrieben der Partner Flaxres GmbH in Dresden und Rosi Solar in Grenoble getestet. Bis 2023 sollen 5.000 Tonnen stillgelegte PV-Module jährlich in einer Demonstrationsanlage verarbeitet werden.
 
Silizium ist ein wichtiger Rohstoff für die Photovoltaik
Bild: Evonik/S. Wildhirt
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Donnerstag, 10.06.2021, 12:39 Uhr

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